Hengstportrait Wimer 461

Als Wimer 461 im Januar 2017 in den Ring der Hengstenkeuring einmarschierte, überraschte er viele Friesenliebhaber positiv mit seiner außerordentlichen Präsenz und seinem unverwechselbaren Typ. Sein starker Trab bescherte ihm den 2. Platz in seiner Kategorie und einen verdienten Einzug in die Kampioenskeuring.

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Wimer 461 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Geboren wurde dieser klassisch geprägte Hengst am 27.04.2007 auf der Anlage von W. de Haan im niederländischen Stiens, nur wenige Kilometer nördlich der friesischen Provinzhauptstadt Leeuwarden. Für seine Mutter, die Sterstute Adellyke (*2000, Heinse 354 P x Tjimme 275) war der auf den Namen Winfried getaufte Hengst das dritte Fohlen, ihm sollten bis 2016 noch 8 weitere Nachkommen folgen.

Seine Großmutter Ruurdtsje Ster Pref (*1989, Tjimme 275 x Lammert 260 P) war als Zuchtstute durchaus sehr erfolgreich – sie brachte im Laufe ihres Lebens 11 Fohlen zur Welt, von denen 5 mit dem Sterprädikat ausgezeichnet wurden.

Sein Vater Hinne 427 befand sich zum Zeitpunkt von Winfrieds Geburt erst in seiner zweiten Decksaison. Der Tsjerk 328 P x Falke 291 gezogene Hengst war vor allem aufgrund seiner imposanten Größe (169 cm) und seiner mächtigen Halsung eine aufsehenerregende Erscheinung, auch seine Fähigkeiten im Trab und in der Dressur unter dem Sattel sind erwähnenswert. Trotzdem konnte er in Sachen Beliebtheit bei den Züchtern nicht mit seinen gleichaltrigen Konkurrenten (Harmen 424, Haitse 425, Gjalt 426) mithalten und war vor allen in den Jahren 2007 – 2010 ein eher wenig nachgefragter Vererber.
Hinne 427 verstarb im Sommer 2012 – gerade erst 10-jährig – überraschend an einer Kolik, traurigerweise just zu dem Zeitpunkt, als er durch seine Erfolge im Dressursport auch in der Beliebtheit der Züchter stieg.

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Der imposante Hinne 427 unter dem Sattel – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Winfried erhielt als Fohlen bereits eine 1. Prämie, 3-jährig wurde er der Hengstenkeuringsjury vorgestellt und via Herkansing zur CO 2010 angewiesen, in der er sich als talentierter Allrounder mit hohen Punktzahlen in allen drei Disziplinen präsentierte. Er ging als Topper aus der Reitpferdeprüfung (83,5 Punkte) und belegte schlußendlich ex aequo mit Wytse 462 den ersten Rang in der Gesamtwertung. Seine Einschreibung in das Stammbuch erfolgte unter dem Namen WIMER 461.

Wimer 461 startete 2011 mit durchaus guter Nachfrage in seine Deckkarriere (110 Bedeckungen), diese nahm im Laufe der Jahre allerdings deutlich ab. 2016 wurden 36 Decksprünge von ihm registriert.
Im selben Jahr legte er auch seine Abstammungskörung ab und wurde mit durchwegs positiven Bemerkungen hinsichtlich Exterieur und Sportveranlagung seiner Nachkommen gutgekört.

Den größten Erfolg hinsichtlich seiner Vererbungsleistung konnte Wimer 461 bislang mit der Gutkörung seines Sohnes Nane 492 (*2012, x Brandus 345 P) erbringen – der junge Hengst wurde mit außerordentlich hohen CO-Noten im Dezember 2015 gekört, 2016 zum Vizekampioen der Junghengste auf der HK ausgerufen und erreichte im Januar 2017 sogar den Titel des allgemeinen Vize-Kampioen in Leeuwarden.

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Nane 492 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Wimer 461 kann darüber hinaus sehr schöne Körergebnisse in den Fohlenrubriken vorweisen – rund 81% seiner bisher vorgestellten Fohlen erhielten eine 1. (20,4%) oder 2. Prämie (60,5%), bei seinen erwachsenen Stutnachkommen zeichnet sich mit einem Sterstutenanteil von 48% ebenfalls eine sehr positive Vererbungsleistung qua Extereieur ab.
Dies spiegelt sich auch in seinen Zuchtwerten wieder – besonders sein aufwärts tendierender Bau (105), seine gute Schrittveranlagung (103) und sein herausragender Trab (107) machen ihn trotz seiner durchwegs kalibrigen Erscheinung zu einem modernen, sportlichen Vererber, der selbst erfolgreich in der Dressur vorgestellt wird und in dieser Disziplin auch das Sportprädikat trägt.

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Wimer 461 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de
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