Fetse 349 in Südafrika verstorben

Das südafrikanische Gestüt “Quantum Stud” hat in einem Facebook-Posting bekannt gegeben, dass der 27-jährige Fetse 349 (Feitse 293 P x Djurre 284) kurz vor seinem 28. Geburtstag verstorben ist.

Fetse 349 wurde 1993 geboren und erhielt 1996 seine Decklizenz. Besonders in seinen ersten Deckjahren erfreute sich der Hengst aus Stamm 133 durchaus großer Beliebtheit bei den Züchtern, insgesamt brachte er es im Zuge seiner langen Karriere als Deckhengst auf beinahe 1700 Decksprünge. Er stammt aus einer erfolgreichen Tuigpaard-Familie und erreichte auch selbst ansehnliche Erfolge und das Sportprädikat in dieser Disziplin. Nach vielen Jahren in den Niederlanden fand Fetse 349 im Jahr 2011 seine neue Heimat in Südafrika. Seine letzte Saison absolvierte er im Jahr 2016, seither genoss er seine Rente.

FB-Post von Quantum Stud, 16.02.2021

Vier Söhne von Fetse 349 wurden für das Stammbuch gekört, allerdings erlangten nur zwei davon – Teeuwis 389 (1998 – 2016) und Wobke 403 (1999 – 2018) – auch ein Deckbrevet auf Lebenszeit. Seine Söhne Time 398 und Ymte 407 wurden hingegen abgekört.
Mit Mewes 438 (v. Teeuwis 389) und Tjaarda 483 (v. Time 398) sind derzeit zwei Enkel von Fetse 349 als Deckhengste im KFPS aktiv.

Insgesamt betrachtet war Fetse 349 ein überaus erfolgreicher Vererber – er hinterlässt 200 Ster-, 2 Kroon- und 7 Model-Töchter sowie 8 Nachkommen mit dem Sportprädikat. Unter seinen Töchtern liegt der Steranteil damit bei satten 46,9%.
Interessanterweise findet sich bislang keine Hengstmutter unter den Nachkommen von Fetse 349, er schlägt aber als MMV von Hette 481 (Norbert 444 P x Rindert 406) sowie als MMMV des umstrittenen Boet 516 (Jouwe 485 x Uldrik 457) zu Buche.

Mit Fetse 349 verstarb auch der letzte noch lebende, gutgekörte Sohn des berühmten Feitse 293 P, welcher mit seinen 6 gekörten und teils hocherfolgreichen Söhnen eine regelrechte Dynastie hinterließ.

Fohlenrapport 2020 (Deutsch)

Matthys 504 (Norbert 444 P x Beart 411 P)
54 Fohlen gekörtVWG 19,1%

Die Nachkommen von Matthys 504 sind ausreichend entwickelt, überdurchschnittlich lang liniert, verfügen über durchschnittliche Beinlänge und sind häufig abwärts gebaut.
Die rassetypischen Fohlen zeigen viel Front: lange, vertikal gestellte Halsungen (Unterhals kommt vor) und ausreichend edle Köpfe. Die Kopf-Hals-Verbindungen sind nicht ausgesprochen leicht oder schwer.
Die Schulterlagen sind durchschnittlich, Rücken und Lenden sollten oft stärker sein. Vor allem der Verlauf der Rücken ist häufig schwach und in manchen Fällen sehr schwach. Die Krupplage varriert, die Kruppen sind durchgehend überdurchschnittlich lang.
Die Fundamente sind hart mit von vorne gesehen korrekt gestellten Vorderbeinen. Die Hinterhände sind häufig säbelbeinig.
Die Fohlen zeigen einen ausreichend bis überdurchschnittlich kräftigen Schritt mit gutem Raumgriff. Der Trab ist raumgreifend und kraftvoll mit gutem Gebrauch der Vorhand und überwiegend überdurchschnittlicher Souplesse. Der Hinterhandgebrauch der Fohlen ist unterschiedlich stark ausgeprägt, die Körperhaltung zeigt ausreichend Aufwärtstendenz.

Teun 505 (Bartele 472 x Rindert 406)
56 Fohlen gekörtVWG 18,2%

Die Fohlen von Teun 505 sind im Allgemeinen gut entwickelt und korrekt gebaut: lang liniert, gut proportioniert, überwiegend hochbeinig und mit ausreichend Aufwärtstendenz im Bau.
Die Fohlen haben aufgrund ihrer edlen Köpfe und ihrer langen, vertikal gestellten Halsungen eine elegante Ausstrahlung. Die Kopf-Hals-Verbindungen sind unterschiedlich entwickelt, aber weder extrem leicht noch extrem schwer ausgeprägt. Die Schultern liegen überwiegend ausreichend schräg. Die Rücken sollten in einigen Fällen etwas stärker sein. Die Kruppen sind lang und zeigen in den meisten Fällen den erwünschten Aufbau. Die Qualität der Fundamente ist gut. Die Vorderbeine sind von vorn gesehen überwiegend korrekt gestellt, ein zehenweiter Stand kommt vor. Die Stellung der Hinterbeine ist durchwegs korrekt,ca. 1/3 der Fohlen ist säbelbeinig.
Im Schritt präsentieren sich die Fohlen überwiegend gut, kraftvoll und mit viel Raumgriff. Im Trab ergibt sich ein sehr homogenes Bild: überdurchschnittlicher Raumgriff, Kraft und Haltung und ausreichend Souplesse.
Der Hinterhandgebrauch der Fohlen ist unterschiedlich stark ausgeprägt.

Ulbe 506 (Anders 451 x Anton 343 P)
17 Fohlen gekörtVWG 16,5%

Die ausreichend entwickelten Fohlen von Ulbe 506 sind lang liniert, zeigen in den meisten Fällen eine ausreichende Rumpfrichtung und sollten regelmäßig hochbeiniger sein.
Hinsichtlich Rasseausstrahlung fallen die edlen Köpfe und die leichte Kopf-Halsverbindung auf. Die Halsungen sind ausreichend lang, sollten aber vertikaler platziert sein.
Die Rücken sollten regelmäßig stärker konformiert sein, die Lenden sind durchwegs ausreichend stark.
Krupplage und -länge liegen im Durchschnitt.
Das Fundament ist hart, die Stellung der Vorderbeine ist von vorne betrachtet korrekt, ein zehenweiter Stand kommt in manchen Fällen vor. Die Stellung der Hinterhand ist überwiegend korrekt, ca. 1/3 der Fohlen ist säbelbeinig.
Die Fohlen zeigen sich im Schritt durchgehend kraftvoll und beweisen in den meisten Fällen viel Raumgriff. Im Trab zeigt sich ein unterschiedliches Bild hinsichtlich Raumgriff, Kraft und Hinterhandgebrauch. Die Fohlen traben mit ausreichend Aufwärtstendenz und überdurchschnittlicher Souplesse.

Yme 507 (Tsjalle 454 P x Bente 412)
43 Fohlen gekörtVWG 18,4%

Yme 507 präsentierte eine Gruppe ausreichend entwickelter, lang linierter Fohlen, die häufig etwas kurzbeinigund regelmäßig abwärts gebaut sind.
Die rassetypischen Fohlen fallen durch ihre ausdrucksstarken Köpfe und ihre schöne Front mit langen, vertikal gestellten Halsungen auf.
Die Schultern liegen überwiegend schräg, ein schwacher Rücken kommt regelmäßig vor. Die Lenden sind in den überwiegenden Fällen gut angeschlossen, die Kruppen sind zumeist abfallend, aber auch Kruppen mit erwünschter Lage kommen vor. Die Kruppen sind durchgehend ausreichend bis überdurchschnittlich lang.
Die Fundamente sind überdurchschnittlich hart, die Vorderbeine sind in der Frontansicht zumeist korrekt gestellt – das gilt auch für die Hinterhände in der Seitenansicht.
Im Schritt zeigen die meisten Fohlen ausreichenden Raumgriff und Kraft.
Die gesamte Fohlengruppe trabt mit Raumgriff, Kraft, einer aufwärts tendierenden Haltung und viel Souplesse. Die Hinterhände werden dabei überwiegend ausreichend unter den Körper gesetzt.

Willem 508 (Hette 481 x Folkert 353 P)
8 Fohlen gekörtVWG 18,5%

Die Fohlen von Willem 508 sind überdurchschnittlich gut entwickelt und häufig hochbeinig. Die Modellierung des Körpers und die Rumpfrichtung sind variantenreich.
Ihre gute Rasseausstrahlung verdanken die Fohlen ihren edlen Köpfen, einer überwiegend leichten Kopf-Halsverbindung und langen, vertikal platzierten Halsungen.
Die Schultern liegen überwiegend durchschnittlich. Die Rücken sind häufig schwach und die Lendenkonformation weist ein wechselhaftes Bild auf – sowohl schwache als auch straffe Lenden kommen vor.
In den meisten Fällen sind die Kruppen durchschnittlich konformiert und überdurchschnittlich lang.
Von vorne betrachtet ist die Stellung der Vorderbeine bei allen gekörten Fohlen korrekt. Die Hinterhände sind in der Hälfte der Fälle (stark) säbelbeinig.
Der Schritt ist ausreichend raumgreifend, sollte aber deutlich kräftiger sein. Auch im Trab sollten sich die Fohlen raumgreifender und kräftiger bewegen. Die Körperhaltung im Trab tendiert häufig abwärts, die Fohlen zeigen aber viel Souplesse. Der Gebrauch der Hinterhand variiert.
Von Willem 508 wurden relativ wenige Fohlen gekört, diesem Umstand muss bei der Interpretation dieses Rapports Rechnung getragen werden.

Jorn 430 verstorben

Gestern vermeldete phryso.com das Ableben des 17-jährigen Jorn 430 Sport-Elite (Fabe 348 P x Feitse 293 P).
Der 2003 bei Fam. Ruiter in Nij Beets geborene Hengst war ein wertvoller Vererber, war er als Sohn des preferenten Fabe 348 doch einer von wenigen Deckhengsten aus der raren Age-Linie.

Jorn 430 machte vor allem als Sportpferd von sich reden – u.a. unter Ingeborg Klooster war er bis in die Dressurklasse Grand Prix startberechtigt und feierte regelmäßig im Viereck Erfolge. Dieses Sporttalent gab er auch vielfach an seine Nachkommen weiter, wenngleich seine Eigenschaften als Exterieurvererber nicht hervorstechen. Neben seinem 2016 über den VO gekörten Sohn Elias 494 (x Maiko 373) hinterlässt Jorn 430 eine Kroon- und eine Modeltochter.

Stellungnahme des KFPS zu den Vorgängen im Vorstand

Das KFPS hat gestern auf seiner offiziellen Internetpräsenz phryso.com Stellung zu den aktuellen Vorgängen im Vorstand und den damit verbundenen Rücktritten genommen.

“Seit dem Erscheinen des Rapports von Boet 516 am Ende des vorigen Jahres, in welchem vermeldet wurde, dass der Hengst an Hemiplegia laryngis (Kehlkopfpfeifen) leidet, ist der Vorstand im Gespräch mit den Mitgliedervertretern über diese Gutkörung und die Haltung der Hengstkörungskommission (HKC) dazu.
Nach mehreren Treffen konnten sich die Mitgliedervertreter und der Vorstand nicht auf die Benennung einer neuen HKC für den Jahrgang 2020/2021 einigen.

Im Juli wurden durch Mitgliedervertretung und Vorstand unter anderem Beschlüsse gefasst, um die Thematik im Körregelwerk zu umrahmen und eine Handlungsbeschreibung für das Körprozedere zu formulieren, was die Verhinderung kontroversieller Entscheidungen zum Ziel hatte.

Unterschiedliche Auffassungen diesbezüglich innerhalb des Vostandes führten Ende September zum Rückzug des Vorstandsvorsitzenden Wiebe Wieling.

Anfang Oktober wurde im Zuge einer Vorstandsversammlung beschlossen, zeitnah drei weitere Mitglieder in den Vorstand zu berufen. Dabei handelt es sich um Anita van Kempen-Elberse (Het Friesch Paard Limburg), Roelof Bos (It Fryske Hynder) und Jan Raaijmakers (Het Friesche Paard Zuid-Nederland). Sowohl den alten als auch den neuen Vorstandsmitgliedern wurde das Vertrauen durch die Mitgliedervertretung ausgesprochen, eine gute Kommission für das Hengstkörungsprozedere 2020/2021 zu benennen.

Nach mehreren Gesprächen und sorgfältigen Abwägungen entschied sich der Vorstand, Piet Bergsma, Harrie Draaijer und Frenk Jespers als Kommission für 2020/2021 vorzuschlagen. Die geschah trotz Einwänden aus dem Mitgliedsbeirat, welcher sich für eine weiterführende Änderung der Zusammenstellung aussprach.
Am 30. Oktober wurden im Zuge einer Online-Versammlung mit den Mitgliedervertretern der Vorstandsvorschlag bzgl. HKC 2020/2021 und die Vorausplanung 2021-2025 erläutert und anschließend per Mail zugestellt.

Die Mitgliedervertretung hat daraufhin gegenüber dem Vorstand angegeben, dass von Seiten der Mitglieder nicht genug Geschlossenheit bestehe, um dieser Ernennung zuzustimmen, womit ein neuer Kommissionsvorschlag vom Vorstand gemacht werden müsse.
Zwei Vorstandsmitglieder – Geralt Pots und Sieneke Mekkes – konnten einem Neuvorschlag nicht zustimmen und traten infolgedessen mit sofortiger Wirkung von ihren Positionen zurück.

Die aktuellen Mitglieder der Hengstkörungskommission, welche mit der Beurteilung des zweiten Teils der laufenden Hengstleistungsprüfung betraut sind, setzen daher ihre Tätigkeit aus. Einerseits mangelt es ihnen an Vertrauen, andererseits fühlt sich die Jury in Bezug auf die Eigentümer der jungen Hengste verpflichtet, das Körprozedere abzuschließen. In Absprache mit dem Vorstand wurde die Übereinkunft getroffen, die Endbeurteilung um eine Woche zu vertagen. Dieser findet nun, beurteilt durch die oben genannten Personen, am Samstag, 21.11.2020 statt.

Der Vorstand berät nun über einen neuen Vorschlag für die Körkommission, welche am 7.12. ihr Amt aufnehmen soll, um die 1. Besichtigung des Jahrgangs 2020/2021 zu beurteilen.
Am 18.11. findet eine Online-Regionalversammlung statt, in welcher sich Mitglieder für eine Teilnahme an der HKC nominieren lassen können. Auf dieser Versammlung sollen Vorstand und Mitgliederbeirat einen Bericht vorlegen und die entstandene Situation erläutern.”

(aus dem Niederländischen von friesenpanorama.com)

Krachen im Gebälk – zwei weitere KFPS-Vorstandsmitglieder zurückgetreten

Das KFPS gab gestern auf phryso.com bekannt, dass nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Wiebe Wieling nun auch dessen interimistischer Nachfolger Geralt Pots und das Vostandsmitglied Sieneke Mekkes den Hut genommen haben.
Offenbar herrschen zwischen dem Vorstand und dem Mitgliederbeirat (ledenraad) tiefgehende Meinungsverscheidenheiten bzgl. der Körpolitik bzw. der Aufstellung der Hengstenkörungsjury.
Der Konflikt dürfte auch mit der Gutkörung von Boet 516 (Jouwe 485 x Uldrik 457) im letzten Jahr zu tun haben, von dem nachträglich bekannt wurde, dass er unter Hemiplegia lanryngis (Kehlkopfpfeifen, Tönen) leidet.
Da eine genetische Komponente dieser Erkrankung nicht auszuschließen ist, geriet die Hengstenkörungsjury für die Körung des Hengstes unter scharfe Kritik.

Man darf gespannt sein, wie sich die offenbar äußerst angespannte Lage im KFPS-Vorstand weiter entwickeln wird und welche konkreten Folgen sich daraus ableiten werden.

CO-Teilnehmerfeld auf 11 Hengste geschrumpft

Am 08.Oktober fand im niederländischen Exloo eine weitere Begutachtung der im CO befindlichen Junghengste durch Gastreiter statt, darüber hinaus wurden die Pferde zum ersten Mal vor dem Wagen präsentiert.
Auf Basis dieser Präsentationen beriet sich die Jury mit den jeweiligen Eigentümern der Hengste darüber, ob eine Teilnahme an der für den 17.10. angesetzten Endbeurteilung unter dem Sattel sinnvoll wäre. Für zwei Hengste fiel die diesbezügliche Beurteilung in einem Maße aus, welches die Besitzer dazu veranlasste, die Pferde vorzeitig aus dem CO zurückzuziehen.

Dabei handelt es sich um Douwe van de Weerdshof (Omer 493 x Doaitsen 420) und Doede H (Alwin 469 x Meinse 439).
Durch den Rückzug von ersterem befinden sich nun keine Söhne des jungen Omer 493 mehr im aktuellen CO, für den höchst populären Alwin 469 läuft nur noch ein Sohn im Klassement.

Die Endbeurteilung unter dem Sattel soll kommenden Samstag stattfinden, die Veranstaltung wird via Livestream übertragen.

Nähere Informationen über die aktuellen CO-Hengste sind der FPI-CO-Infoseite zu entnehmen.

KFPS-Vorstandsvorsitzender Wiebe Wieling zurückgetreten

Wie das KFPS heute vermeldete, ist der bisherige Vorstandsvorsitzende des KFPS, Wiebe Wieling mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten.
Als Grund dafür gibt der Verband Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Vorstandes darüber an, welcher Agenda das KFPS zukünftig zu folgen habe.

Der Vorsitz wird vorübergehend gemäß der Geschäftsordnung vom bisherigen Vize-Vorstandsvorsitzenden Geralt Pots übernommen.

Der 65-jährige Wieling hatte erst Anfang des Jahres 2020 den Vorsitz im KFPS als Nachfolger von Bert Wassenaar übernommen. Seither positionierte er sich immer wieder als Verfechter einer kompakteren, reaktionsschnelleren Vereinsstruktur und forderte diesbezüglich bereits zu Beginn seiner Amtszeit Veränderungen ein.

Auch Alke 468 nun in schwedischem Besitz

Erst kürzlich ging die Meldung durch die Friesenwelt, dass der sportlich erfolgreiche Mees 497 (Tymon 456 x Dries 421) an das schwedische Gestüt Aftonmora Friesians verkauft wurde.
Nun vermeldete die Deckstation Gaasterland, dass auch Alke 468 (Fabe 348 P x Jakob 302) in den Besitz der schwedischen Friesenzucht übergegangen sei. Wie auch Mees 497 und die ebenfalls in schwedischem Besitz befindlichen Hengste Tymon 456 und Siert 499 soll auch Alke 468 weiterhin in den Niederlanden stationiert bleiben und von dort aus den europäischen Züchtern zur Verfügung stehen.
Einzig der im März von Aftonmora Friesians erworbene Sipke 450 steht direkt bei seinen neuen Besitzern in Schweden.

Alke 468 wurde 2011 als Deckhengst angekört und gilt aufgrund seines enorm niedrigen Verwandtschaftsgrades (15,7%) und seiner sehr interessanten Blutführung als besonders wertvoll für die Zucht.
Trotz dieser züchterisch interessanten Merkmale war die Nachfrage nach dem Fabe 348 P-Sohn von Züchterseite in den letzten Jahren nicht übermäßig groß – seit 2016 deckte Alke 468 keine 100 Stuten, was in direkter Korrelation mit der Körung des ebenfalls sehr unverwandt gezogenen Omer 493 (Gjalt 426 x Karst 362, VWG 16,4%) zu stehen scheint, in dessen Vererbungsleistung die Züchter offenbar größere Hoffnungen setzten.
Eine Annahme, die sich aktuell zu bestätigen scheint – finden sich unter den gekörten Töchtern von Alke 468 nur knapp 29% Prädikatsstuten, so beläuft sich dieser Anteil im ersten Fohlenjahrgang von Omer 493 auf bislang sensationelle 72% (!).

Mees 497 wechselt den Besitzer

Wie phryso.com heute berichtete, wurde der schöne Mees 497, Verrichtingstopper des CO 2016, an das schwedische Gestüt Aftonmora Friesians verkauft. Dieses aufstrebende Friesengestüt ist bereits im Besitz der Hengste Sipke 450, Tymon 456 (Vater von Mees 497) und Siert 499.

Mees 497 auf der CK 2018

Der 172 cm große Mees 497 soll vorerst in den Niederlanden stationiert bleiben, auf lange Sicht wollen seine neuen schwedischen Besitzer den sportbegabten Hengst auf Grand Prix-Niveau in der Dressur herausbringen.

2021 werden die ersten 3-jährigen Nachkommen von Mees 497 in den Körbahnen des KFPS vorgestellt werden und in den ABFP’s ihre Sporteignung unter Beweis stellen. Man darf gespannt sein, ob der athletische, imposante Hengst seine Sportbegabung auch an seinen Nachwuchs weitervererbt.

KFPS-Hengstenkeuring 2021 findet statt

Es war das große Fragezeichen, das viele Friesenliebhaber in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt hat. Bislang war aufgrund der CoViD-19-Situation in den Niederlanden und den damit verbundenen Einschränkungen nicht klar, ob und wie die wichtigste annuale Veranstaltung der Friesenwelt durchgeführt werden kann.

Bereits im Juni wurde die für September 2020 geplante Centrale Keuring der Friesenstuten abgesagt, doch nun erreichen uns gute Nachrichten vom KFPS – die Hengstenkeuring 2021 wird stattfinden.

Zwar wird auf der HK selbst kein Publikum anwesend sein, die gesamte Großveranstaltung soll aber im gewohnten Programmablauf via Livestream ausgestrahlt werden. Somit werden tausende Friesenliebhaber rund um den Globus ihren Lieblingshengsten trotz Corona-Maßnahmen via TV oder PC folgen können. Auch die Durchführung des im Zuge der HK ausgetragenen Finales des Friesian Talent Cups sowie die Horses2Fly Sportcompetitie sind nach Aussage des KFPS gewährleistet.

Die KFPS-Hengstenkeuring wird von 14. – 16.Januar 2021 stattfinden.