Fohlenrapport 2020 (Deutsch)

Matthys 504 (Norbert 444 P x Beart 411 P)
54 Fohlen gekörtVWG 19,1%

Die Nachkommen von Matthys 504 sind ausreichend entwickelt, überdurchschnittlich lang liniert, verfügen über durchschnittliche Beinlänge und sind häufig abwärts gebaut.
Die rassetypischen Fohlen zeigen viel Front: lange, vertikal gestellte Halsungen (Unterhals kommt vor) und ausreichend edle Köpfe. Die Kopf-Hals-Verbindungen sind nicht ausgesprochen leicht oder schwer.
Die Schulterlagen sind durchschnittlich, Rücken und Lenden sollten oft stärker sein. Vor allem der Verlauf der Rücken ist häufig schwach und in manchen Fällen sehr schwach. Die Krupplage varriert, die Kruppen sind durchgehend überdurchschnittlich lang.
Die Fundamente sind hart mit von vorne gesehen korrekt gestellten Vorderbeinen. Die Hinterhände sind häufig säbelbeinig.
Die Fohlen zeigen einen ausreichend bis überdurchschnittlich kräftigen Schritt mit gutem Raumgriff. Der Trab ist raumgreifend und kraftvoll mit gutem Gebrauch der Vorhand und überwiegend überdurchschnittlicher Souplesse. Der Hinterhandgebrauch der Fohlen ist unterschiedlich stark ausgeprägt, die Körperhaltung zeigt ausreichend Aufwärtstendenz.

Teun 505 (Bartele 472 x Rindert 406)
56 Fohlen gekörtVWG 18,2%

Die Fohlen von Teun 505 sind im Allgemeinen gut entwickelt und korrekt gebaut: lang liniert, gut proportioniert, überwiegend hochbeinig und mit ausreichend Aufwärtstendenz im Bau.
Die Fohlen haben aufgrund ihrer edlen Köpfe und ihrer langen, vertikal gestellten Halsungen eine elegante Ausstrahlung. Die Kopf-Hals-Verbindungen sind unterschiedlich entwickelt, aber weder extrem leicht noch extrem schwer ausgeprägt. Die Schultern liegen überwiegend ausreichend schräg. Die Rücken sollten in einigen Fällen etwas stärker sein. Die Kruppen sind lang und zeigen in den meisten Fällen den erwünschten Aufbau. Die Qualität der Fundamente ist gut. Die Vorderbeine sind von vorn gesehen überwiegend korrekt gestellt, ein zehenweiter Stand kommt vor. Die Stellung der Hinterbeine ist durchwegs korrekt,ca. 1/3 der Fohlen ist säbelbeinig.
Im Schritt präsentieren sich die Fohlen überwiegend gut, kraftvoll und mit viel Raumgriff. Im Trab ergibt sich ein sehr homogenes Bild: überdurchschnittlicher Raumgriff, Kraft und Haltung und ausreichend Souplesse.
Der Hinterhandgebrauch der Fohlen ist unterschiedlich stark ausgeprägt.

Ulbe 506 (Anders 451 x Anton 343 P)
17 Fohlen gekörtVWG 16,5%

Die ausreichend entwickelten Fohlen von Ulbe 506 sind lang liniert, zeigen in den meisten Fällen eine ausreichende Rumpfrichtung und sollten regelmäßig hochbeiniger sein.
Hinsichtlich Rasseausstrahlung fallen die edlen Köpfe und die leichte Kopf-Halsverbindung auf. Die Halsungen sind ausreichend lang, sollten aber vertikaler platziert sein.
Die Rücken sollten regelmäßig stärker konformiert sein, die Lenden sind durchwegs ausreichend stark.
Krupplage und -länge liegen im Durchschnitt.
Das Fundament ist hart, die Stellung der Vorderbeine ist von vorne betrachtet korrekt, ein zehenweiter Stand kommt in manchen Fällen vor. Die Stellung der Hinterhand ist überwiegend korrekt, ca. 1/3 der Fohlen ist säbelbeinig.
Die Fohlen zeigen sich im Schritt durchgehend kraftvoll und beweisen in den meisten Fällen viel Raumgriff. Im Trab zeigt sich ein unterschiedliches Bild hinsichtlich Raumgriff, Kraft und Hinterhandgebrauch. Die Fohlen traben mit ausreichend Aufwärtstendenz und überdurchschnittlicher Souplesse.

Yme 507 (Tsjalle 454 P x Bente 412)
43 Fohlen gekörtVWG 18,4%

Yme 507 präsentierte eine Gruppe ausreichend entwickelter, lang linierter Fohlen, die häufig etwas kurzbeinigund regelmäßig abwärts gebaut sind.
Die rassetypischen Fohlen fallen durch ihre ausdrucksstarken Köpfe und ihre schöne Front mit langen, vertikal gestellten Halsungen auf.
Die Schultern liegen überwiegend schräg, ein schwacher Rücken kommt regelmäßig vor. Die Lenden sind in den überwiegenden Fällen gut angeschlossen, die Kruppen sind zumeist abfallend, aber auch Kruppen mit erwünschter Lage kommen vor. Die Kruppen sind durchgehend ausreichend bis überdurchschnittlich lang.
Die Fundamente sind überdurchschnittlich hart, die Vorderbeine sind in der Frontansicht zumeist korrekt gestellt – das gilt auch für die Hinterhände in der Seitenansicht.
Im Schritt zeigen die meisten Fohlen ausreichenden Raumgriff und Kraft.
Die gesamte Fohlengruppe trabt mit Raumgriff, Kraft, einer aufwärts tendierenden Haltung und viel Souplesse. Die Hinterhände werden dabei überwiegend ausreichend unter den Körper gesetzt.

Willem 508 (Hette 481 x Folkert 353 P)
8 Fohlen gekörtVWG 18,5%

Die Fohlen von Willem 508 sind überdurchschnittlich gut entwickelt und häufig hochbeinig. Die Modellierung des Körpers und die Rumpfrichtung sind variantenreich.
Ihre gute Rasseausstrahlung verdanken die Fohlen ihren edlen Köpfen, einer überwiegend leichten Kopf-Halsverbindung und langen, vertikal platzierten Halsungen.
Die Schultern liegen überwiegend durchschnittlich. Die Rücken sind häufig schwach und die Lendenkonformation weist ein wechselhaftes Bild auf – sowohl schwache als auch straffe Lenden kommen vor.
In den meisten Fällen sind die Kruppen durchschnittlich konformiert und überdurchschnittlich lang.
Von vorne betrachtet ist die Stellung der Vorderbeine bei allen gekörten Fohlen korrekt. Die Hinterhände sind in der Hälfte der Fälle (stark) säbelbeinig.
Der Schritt ist ausreichend raumgreifend, sollte aber deutlich kräftiger sein. Auch im Trab sollten sich die Fohlen raumgreifender und kräftiger bewegen. Die Körperhaltung im Trab tendiert häufig abwärts, die Fohlen zeigen aber viel Souplesse. Der Gebrauch der Hinterhand variiert.
Von Willem 508 wurden relativ wenige Fohlen gekört, diesem Umstand muss bei der Interpretation dieses Rapports Rechnung getragen werden.

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