Zwischenstand nach ABFP-Test 6

Nachdem der 6. ABFP-Test des Jahres 2020 mit 05.11. über die Bühne gegangen ist, ist es ein weiteres Mal an der Zeit, sich die Zwischenergebnisse der bisherigen Beurteilungen anzusehen.

In diesem Jahr wird noch ein weiterer ABFP-Test abgehalten, somit werden sich die gemittelten Ergebnisse vor allem für die jungen Hengste, die dieses Jahr ihre Nachkommenskörung absolvieren noch verändern.

Regulär könnten in diesem Jahr die Hengste Walt 487, Erryt 488, Eise 489, Meinte 490, Markus 491, Nane 492 und Omer 493 ihre Abstammungskörung ablegen. Dazu wäre laut KFPS-Reglement die Beurteilung von 20 Nachkommen in ABFP-Tests oder im Zuge des CO notwendig.
Walt 487 kann diese Zahl definitiv nicht erreichen, da von diesem Hengst nur 7 Nachkommen registriert wurden. Darüber hinaus ist er nicht mehr aktiv in der Zucht.
Von Erryt 488 wurde bislang nur ein Nachkomme im ABFP getestet, insofern wird auch für diesen Hengst 2020 keine Abstammungskörung möglich sein.

Die erforderlichen 20 getesteten Nachkommen haben hingegen definitv Nane 492 (21) und Omer 493 (20) erreicht. Auch Meinte 490 (15) und Markus 491 (17) könnten mit dem ABFP-Test 7 noch auf die geforderte Anzahl kommen und somit 2020 gutgekört werden. Nicht sicher ist dagegen die Gutkörung von Eise 489, von dem erst 11 Nachkommen begutachtet wurden.

Ebenfalls für die Abstammungskörung in Betracht kämen die beiden in Nordamerika stationierten Hengste Tjaarda 483 und Julius 486, deren Gutkörung noch ausständig ist. Hinsichtlich Tjaarda 483 sieht es dahingehend etwas duster aus, da erst 4 von seinen Nachkommen eine ABFP-Prüfung abgelegt haben und in diesem Jahr in den USA offenbar keine ABFP-Prüfungen abgehalten werden. Julius 486 hat bereits 10 geprüfte Nachkommen, darüber hinaus befinden sich viele seiner Nachkommen in Europa, da der vielversprechende Norbert 444 P-Sohn drei Jahre in den Niederlanden stationiert war.

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen, habe ich mich für diesen Zwischenbericht dazu entschlossen, auch die gemittelten Ergebnisse der jungen Hengste aus den letzten Körjahrgängen in die Grafik mit zu verpacken.
Die Visualisierung der bisherigen Ergebnisse in der Reitpferde-Prüfung sehen folgendermaßen aus:

Wie deutlich zu sehen ist, liegen die Hengste aus dem Körjahrgang 2015 mit Ausnahme von Markus 491 (Maurits 437 x Onne 376) in der Reitpferdeprüfung deutlich über dem langjährigen Mittel. Als besonders talentiert erwiesen sich bisher die Nachkommen von Meinte 490 (Beart 411 P x Anton 343 P) und Omer 493 (Gjalt 426 x Karst 362).

In den Einzelnoten erweist sich der Schritt der Markus 491-Nachkommen bisher als schwach (Ø 6,1), ein noch schwächeres Ergebnis darin zeigen die Nachkommen von Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315 P) (Ø 6,0). Den stärksten Schritt zeigten hingegen die Nachkommen von Meinte 490 und Omer 493 (beide Ø 6,7).
Hinsichtlich des Trabs erreichten die Nachkommen aller Hengste aus dem Jahrgang 2015 überdurchschnittliche Beurteilungen zwischen Ø 6,9 (Meinte 490) und Ø 7,1 (Eise 489).
Auch im Galopp erwiesen sich die jungen Pferde bislang weitgehend als talentiert, mit Durchschnittsnoten von 7,0 schneiden die Nachkommen von Meinte 490 und Omer 493 in diesem Teilbereich am stärksten ab, deutlich abgeschlagen hingegen finden sich auch hier die Söhne und Töchter von Markus 491 (Ø 6,6).

Die beiden nordamerikanischen Hengste schneiden bislang höchst unterschiedlich ab – während sich die Nachkommen von Julius 486 (Norbert 444 P x Beart 411 P) unter dem Sattel bisher als recht talentiert erwiesen und auch in den Einzelnoten weitgehend über dem Durchschnitt liegen, gaben die 4 zum jetzigen Zeitpunkt getesteten Nachkommen von Tjaarda 483 (Time 398 x Lolke 371) ein überaus schwaches Bild ab. Insbesondere der Schritt der Pferde wurde als mangelhaft beurteilt (Ø 5,8), darüber hinaus scheinen auch Balance und Übergänge eher wenig Qualität zu vermitteln. Lediglich im Teilbereich Galopp konnten die vier Pferde über dem Durchschnitt scoren (Ø 6,8). Bei all dem darf natürlich nicht vergessen werden, dass die Beurteilung von lediglich 4 Pferden eine äußerst ungenügende Datenlage ergibt und sich diese Zahlen mit der Beurteilung weiterer Tjaarda 483-Nachkommen sehr schnell deutlich verändern können.

Die Prüfungen im Dressurfahren (Mennen) ergaben bislang folgendes Bild:

Die Nachkommen aller Hengste aus dem Körjahrgang 2015 konnten in dieser Disziplin deutlich über dem Durchschnitt punkten, besonders deutlich betrifft dies die Nachkommenschaft von Nane 492. In dieser Kohorte wurde der Trab weit über Durchschnitt bewertet (Ø 7,2), im Schritt schnitten die Pferde hingegen deutlich schwächer ab (Ø 6,1).
Ein ähnliches Bild zeigt sich für die Nachkommen von Eise 489. Diese Pferde wurden mit überaus hohen Noten im Trab bewertet (Ø 7,3), die Durchschnittsbewertung im Schritt darf aber getrost als sehr schwach eingeschätzt werden (Ø 5,6).

Auch die Nachkommen von Julius 486 konnten in der Menproef bislang überdurchschnittlich scoren, von Tjaarda 483 wurden bis dato erst 3 Nachkommen in dieser Disziplin beurteilt, die Ergebnisse dabei waren überraschend schwach. Tjaarda 483 selbst ist bekannt als überaus talentiertes Sportpferd vor dem Wagen – eine Eigenschaft, die die drei getesteten Nachkommen offenbar nicht geerbt haben.

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