ABFP- und IBOP-Ergebnisse der letzten Jahre statistisch betrachtet

Da der letzte Artikel hinsichtlich der statistischen Auswertung der aktuellen ABFP-Ergebnisse so viel positive Resonanz hervorgerufen hat, habe ich mich noch etwas stärker in die Statistik vertieft.

Herausgekommen ist eine Übersicht über alle Hengste, deren Nachkommen von 2015 bis dato in der Rij- oder Menproef mehr als 5 Ergebnisse in IBOP- oder ABFP-Prüfungen gebracht haben.

Zur grafischen Darstellung:

Die rote Linie gibt den Punkte- Durchschnitt der jeweiligen Disziplin unter Berücksichtigung aller registrierten Ergebnisse wieder.

Die vertikalen, blauen Balken zeigen die Varianz der Ergebnisse der Nachkommen des jeweiligen Hengstes (niedrigste Punktzahl bis höchste Punktzahl).

Die grüne Querlinie in den blauen Balken markiert die durchschnittliche Punktezahl der Nachkommen des jeweiligen Hengstes.

Unten an der horizontalen Achse finden sich die Namen der Väter der jeweilig geprüften Pferde, die in Klammern angestellte Zahl gibt Auskunft darüber, wie viele Ergebnisse in der Berechnung berücksichtigt wurden. Statistisch betrachtet steigt die Relevanz der Ergebnisse mit der Anzahl der berücksichtigten Datensätze – bedeutet also: viele berücksichtigte Ergebnisse = hohe Aussagekraft.

Aufmerksame Beobachter werden schnell feststellen, dass in dieser Listung mehrere bekannte Hengste fehlen. Dieser Umstand ist dem zeitlichen Ausschnitt der Daten geschuldet – meine detailgenauen Aufzeichnungen zu den IBOP- und ABFP-Ergebnissen reichen nur bis 2015 zurück, aussagekräftige (weil vollständige) Datensätze für einen früheren Zeitraum zu recherchieren ist darüber hinaus recht schwierig.

ABFP - IBOP - 2017 Rij

ABFP - IBOP - 2017

In beiden Statistiken sticht Aarnold 471 mit den bislang außerordentlich hohen Ergebnissen seiner Nachkommen deutlich hervor, dabei muss aber in Betracht gezogen werden, dass diese Zahlen aufgrund der schwachen Datenlage noch keine hohe Aussagekraft haben. Auch Epke 474 und Alke 468 starten in Anbetracht dessen positiv in ihre Nachkommenkörung,

Durch sehr gute Datenlage validiert sind jedoch die überaus positiven Ergebnisse der Nachkommen von Norbert 444, der in beiden Disziplinen deutlich über dem Durchschnitt reüssiert.

Dasselbe gilt für den seit diesem Jahr wieder im Deckdienst stehenden Take 455 und die kürzlich auf Abstammung gutgekörten Hengste Wimer 461 und Wolfert 467, deren Nachkommen ebenfalls in beiden Disziplinen überdurchschnittliche Werte erreichten.

Signifikant bessere Reit- als Fahrpferde liefert offenbar Tymon 456 – seine Nachkommen erreichten in der Rijproef überdurchschnittliche Prüfungsergebnisse, in der Menproef liegen ihre Resultate hingegen knapp unter dem errechneten Durchschnitt.

Beart 411 P – seines Zeichens bekannt als Vererber hervorragender Sportveranlagungen – konnte in den letzten Jahren viele positive Ergebnisse in der gerittenen Disziplin verzeichnen – auch in der Menproef schnitten seine Nachkommen überdurchschnittlich gut ab, wobei beachtet werden muss, dass lediglich 5 Ergebnisse aus dieser Disziplin vorliegen. Sinngemäß gilt dies auch für seinen Vater Jasper 366 P – dabei muss aber auch berücksichtigt werden, dass Jasper 366 mit seinen 22 Jahren mittlerweile zu den “alten Herren” des Stammbuchs gehört. Die immer noch überaus positiven Ergebnisse seiner Nachkommen beweisen damit einmal mehr, in welch tiefgreifender Weise dieser Stempelhengst die Friesenzucht über viele Jahre hinweg im positiven Sinne geprägt hat.

 

 

 

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