Hengstenkeuring 2017 – Nachlese Kampioenskeuring

Gegen 17:30 Uhr wurde es schließlich richtig spannend in Leeuwarden, die Kampioenskeuring stand endlich am Programm.
Der Abschnitt begann mit der Wahl des Kampioens der älteren Hengste 2017.

Qualifiziert hatten sich dazu:

Mewes 438 (Teeuwis 389 x Oege 267 P)
Alwin 469 (Felle 422 x Tsjerk 328 P)
Jasper 366 P (Olof 315 x Franke 251)
Beart 411 P (Jasper 366 P x Feitse 293 P)
Tsjalle 454 (Mintse 384 x Brandus 345 P)
Tymon 456 (Andries 415 x Leffert 306 P)
Wimer 461 (Hinne 427 x Heinse 354 P)
Maurits 437 (Ulbert 390 x Ulke 338)

Die 8 Hengste wurden im Schritt auf die Bahn geschickt, während die Jury eine Vorauswahl traf. Die Bahn vorzeitig verlassen mussten der kalibrige Wimer 461 und der überaus prächtige Tymon 456. Auch der Vorjahreskampioen Tsjalle 454 wurde überraschend ausgesondert und durfte sich kein zweites Mal präsentieren, ebenso der überaus beliebte Maurits 437.
Die 4 übrig gebliebenen Hengste präsentierten sich ein weiteres Mal im Trab dem Publikum und der Jury. Der 22-jährige Jasper 366 P lief auch in der Kampioenskeuring nochmals zur Hochform auf und bewies seine Qualitäten als Showman. Sein Sohn Beart 411 P lieferte ebenfalls eine grandiose Performance und wurden frenetisch bejubelt.
Züchterliebling Alwin 469 zeigte sich in überragendem Trab, der äußerst rassetypische Mewes 438 bewies seine Qualität mit wehender Mähne und fantastischer Hinter- und Vorhandaktion.

Die Spannung in der Halle war greifbar, als die Jury schließlich Mewes 438 zum Kampioen der älteren Hengste 2017 ausrief.
Der Reservetitel ging an den äußerst schicken Alwin 469.

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Mewes 438, Kampioen der älteren Hengste 2017 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


 

Im Anschlus betraten die 9 für die Kampioenschap der jüngeren Hengste 2017 qualifizierten Pferde den Ring.

Jurre 495 (Maurits 437 x Jasper 366 P)
Nane 492 (Wimer 451 x Brandus 345 P)
Hessel 480 (Norbert 444 x Jelke 367)
Markus 491 (Maurits 437 x Onne 376)
Walt 487 (Gjalt 426 x Ulke 338) – ausgeschieden
Fonger 478 (Olgert 445 x Doeke 287) – ausgeschieden
Epke 474 (Beart 411 P x Anton 343 P) – ausgeschieden
Bene 476 (Doaitsen 420 x Leffert 306 P) – ausgeschieden
Menne 496 (Norbert 444 x Beart 411 P) – ausgeschieden

Die Bahn nach der Schrittrunde verlassen mussten Menne 496, Bene 476, Epke 474, nach einer weiteren Runde folgten ihnen Fonger 478 und Walt 487.

Die vier übrig gebliebenen Hengste zeigten in ihren Trab-Präsentationen ein Übermaß an Qualität, das seines Gleichen sucht.
Der Jüngste in der Endauswahl machte schließlich das Rennen und wurde zum Kampioen der jüngeren Hengste 2017 ernannt – Jurre 495!
Der Reservetitel ging an den 2015 gekörten Nane 492.

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Jurre 495, Kampioen der jüngeren Hengste 2017 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


 

In der Wahl zum Allgemeinen Kampioen 2017 fand die Hengstenkeuring 2017 ihren Abschluss. Die vier Kampioenen Mewes 438, Alwin 469, Nane 492 und Jurre 495 zeigten ein letztes Mal ihr Können und lieferten dem tobenden Publikum unvergessliche Momente.

Am Ende des Tages war das KFPS um zwei sehr junge Kampioenen reicher.
Den Reserve-Titel sicherte sich Nane 492, der Titel KAMPIOEN 2017 ging an den frischgekörten JURRE 495, dessen überragende Qualität damit verdient belohnt wurde.

Hengstenkeuring 2017 – Nachlese Nachmittagsprogramm

Nach der Pause konzentrierte sich das Körgeschehen auf die jüngeren Deckhengste, deren Abstammungskörung noch aussteht.

Rubrik 05 – nicht auf Abstammung gutgekörte Deckhengste aus den Körjahrgängen 2011/12

8 junge Hengst stellten sich in dieser Rubrik den Körmeistern, die Gruppe präsentierte sich insgesamt sehr stark, sowohl bzgl. Exterieur als auch in der Bewegung.
Sehr großen Eindruck machte der ausnehmend schöne Epke 474 (Beart 411 P x Anton 343 P), der seinem Vater von Jahr zu Jahr ähnlicher sieht. Er zeigte einen fabelhaften Schritt und im Trab eine sehr aktive Hinterhand, ließ aber etwas Raumgriff in der Vorhand vermissen. Der kalibrige Bene 476 (Doaitsen 420 x Leffert 306 P) überzeugte mit seinem mächtigen Hengsthals und seiner imposanten Erscheinung. Auch er zeigte sich im Schritt recht gut und ließ das Publikum jubeln, als er im Trab sein ganzes Potential zeigte.
Bartele 472 (Onne 376 x Tsjerk 328 P) erinnert im Typ von Jahr zu Jahr stärker an seinen leider im Vorjahr verstorbenen Vater Onne 376. Seinen fantastischer Rassetyp mit prächtiger Mähne, sehr guter Oberlinie und starker Halsung (die bereits leicht zu kippen beginnt) ergänzte er mit einer sehr schönen Präsentation in der Bewegung. Im Trab zeigte er sich mit klarem und regelmäßigem Takt bei viel Hinterhandaktion.

Epke 474 und Bene 476 wurden von den Körmeistern in den Kampioensring verwiesen, auf den Plätzen folgten Bartele 472 (3.), Bikkel 470 (4.), Date 477 (5.), Aarnold 471 (6.), Alke 468 (7.) und Djoerd 473 (8.).

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Epke 474 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


 

Die für 13:55 Uhr im Programm angekündigte Preferenterklärung fand nicht statt, was wahrscheinlich nicht nur mich persönlich sehr irritierte, da sich durchaus einige Hengste für diesen Titel qualifiziert haben.

 

Rubrik 06 – nicht auf Abstammung gutgekörte Deckhengste aus den Körjahrgängen 2013/14

Auch in dieser Rubrik wurden 8 Hengste der Körjury vorgestellt, darunter auch der extra rechtzeitig zur HK aus Nordamerika angereiste Julius 468, auf den wohl viele Fans bereits sehr gespannt waren.
Der kalibrige Norbert 444 x Beart 411 P gezogene Hengst zeigte sich mit toller Aufrichtung und leicht klassischem Einschlag im Gebäude als sehr schöner Rasseverteter und ließ auch im Schritt nichts zu wünschen übrig. Im Trab zeigte er sich zwar durchaus mit guter Aktion, wurde den hohen Erwartungen dann aber doch nicht ganz gerecht.
Ganz anders sein Halbbruder Hessel 480 (Norbert 444 x Jelke 367), der mit einer phänomenalen Trab-Performance die ganze Halle zum Beben brachte und sich den 1. Platz in der Gruppe und somit die Anweisung in den Kampioensring redlich verdiente. Der große Hengst präsentierte sich in überaus schöner Kondition und erinnerte mit seiner hervorragenden Oberlinie stark an seinen Vater, der 2016 in die USA exportiert wurde – leider wird Hessel 480 es ihm dieser Tage gleich tun, und sich in Kürze ebenfalls in die USA aufmachen.
Fonger 478 (Olgert 445 x Doeke 287) präsentierte sich im Schritt sehr angespannt, zeigte im Trab aber sehr viel Go und bemerkenswert viel Schub aus der Hinterhand – er wurde (für mich) überraschend von der Jury ebenfalls in den Kampioensring eingeladen.
Der Kampioen des Jahres 2015, Jehannes 484 (Tsjalle 454 x Oepke 266), bewies vor allem im Trab seine außerordentliche Qualität, den er mit phänomenal aktiver Hinterhand, sehr viel Haltung und einer explosiven Vorhand vorbrachte. Der wunderbar jettschwarze Hengst mit viel Behang konnte im Schritt allerdings nur mäßig überzeugen.
Mit Hette 481 war in dieser Gruppe noch ein dritter Norbert 444-Sohn (x Rindert 406) zugegen, der einen ganz anderen Typ verkörpert als seine beiden Halbbrüder Hessel 480 und Julius 486. Der eher filigran gebaute, elegante Hengst konnte im Schritt nicht besonders brillieren und hatte im Trab leider mit Taktproblemen zu kämpfen. Phasenweise zeigte er dabei eine sehr aktive Hinterhand und viel Gummi.

Wie bereits erwähnt setzte die Jury Hessel 480 auf den 1. Platz, den überraschenden 2. Platz sicherte sich Fonger 478. Auf den Plätzen folgten Jehannes 484 (3.), Hette 481 (4.), Julius 486 (5.), Jouwe 485 (6.), Haike 482 (7.) und Gerben 479 (8.)

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Hessel 480 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


 

Rubrik 07 – nicht auf Abstammung gutgekörte Deckhengste aus dem Körjahrgang 2015

Die 2015 gutgekörten Junghengste präsentierten sich als sehr starke, 6-köpfige Gruppe von Bewegungskünstlern. Den Anfang machte der Meinse 439 x Sytse 385 gezogene Erryt 488, der sich bereits vor seiner Gutkörung als Reitpferd in Österreich profilieren konnte, und unter seinem Reiter Ralph Buchberger in sehr jungen Jahren bereits das Sportprädikat erreichte. Der schöne, klassisch gebaute Hengst zeigte sich in der Bewegung mit überaus viel Rhythmus und sehr geschmeidig, seine Hinterhand fiel durch eine sehr flotte Aktion und viel Antritt auf.
Tuigkampioen Eise 489 (Maurits 437 x Olof 315) war zwar im Schritt etwas verhalten, zeigte im Trab aber eine phänomenale Leistung mit extrem viel Gummi und einer spektakulären Vorhand. Leider wurde seine Präsentation immer wieder von Taktstörungen unterbrochen.
Sehr viel Trabaktion und Gummi bewies auch der Beart 411-Sohn Meinte 490, der sich im Schritt äußerst spannig präsentierte.
Markus 491 (Maurits 437 x Onne 376) präsentierte sich überlegen in Schritt und Trab, seine schöne Performance wurde nur noch von Nane 492 (Wimer 461 x Brandus 345 P) übertroffen, der mit überaus spektakulärer Vorhand durch die Halle flog, als gäbe es kein Morgen.
Der überaus schöne Nane 492 wurde schließlich auch von der Jury auf den 1. Platz gereiht und gemeinsam mit dem zweitplatzierten Markus 491 in die Kampioenskeuring verwiesen. Auf den Plätzen folgten Omer 493 (3.), Eise 489 (4.), Meinte 490 (5.) und Erryt 488 (6.).

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Nane 492 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Im Anschluss an die Rubrik wurde der “Zilver Bowl”, eine Auszeichnung für den erfolgreichsten Deckhengst des Jahres im Tuigsport, verliehen. Dieser ging an den von Jelmer Chardon vor der Sjees vorgestellten Eise 489, der neben der Deckhengst-Klasse auch noch die Ereklasse für sich gewinnen konnte. Zu allem Überfluss wurde dem erst 2015 gekörten Junghengst dann auch noch die Ehre zu Teil, als “Pferd des Jahres 2016” ausgezeichnet zu werden.

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Eise 489, Pferd des Jahres 2016 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


 

Rubrik 08 – nicht auf Abstammung gutgekörte Deckhengste aus den Körjahrgängen 2015/16, welche den VO absolviert haben

Die beiden Sporthengste aus den Körjahrgängen 2015 und 2016 präsentierten sich in hervorragender Kondition und konnten beide eine hervorragende Trab-Performance abliefern. Im Schritt überzeugte Walt 487 (Gjalt 426 x Ulke 338) dann am Ende mehr als der Jorn 430 x Maiko 373 gezogene Elias 494 und wurde deshalb in den Kampioensring eingeladen.

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Walt 487 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


 

Rubrik 09 – nicht auf Abstammung gutgekörte Deckhengste aus dem Körjahrgang 2016

Die 5 Hengste dieser Rubrik machten es der Jury zum Abschluss der Gruppenrubriken nochmals richtig schwer, präsentierte sich doch ein Hengst nach dem anderen in hervorragender Manier. Vor allem in der Bewegung bewiesen die 5 jüngsten Stammbuchhengste ein Übermaß an Qualität, auf das das KFPS mit Recht stolz sein darf.

Der sehr typische Norbert 444-Sohn Menne 496 (x Beart 411 P) legte einen passablen Schritt an den Tag, ehe er im Trab zur Hochform auflief und mit grandioser Aktion durch die Halle fegte.
Auch der imposante Mees 497 (Tymon 456 x Dries 421), eine Erscheinung bereits beim Betreten der Halle, ließ sich nicht lumpen und überzeugte mit sehr guter Schrittmechanik und viel Go im Trab.
Der erst als Dritter in die Halle gerufene Jurre 495 (Maurits 437 x Jasper 366 P) präsentierte sich mit passablem Schritt und bewies im Trab sehr viel Antritt aus der Hinterhand, guten Takt und außerordentliche Schwebephasen.
Der deutlich abwärts gebaute Rommert 498 (Norbert 444 x Jasper 366 P) war im Schritt noch etwas verspannt und kurztrittig, ließ im Trab aber viel Qualität mit hervorragender Hinterhandaktion sehen.
Als letzter Hengst betrat der noch sehr jugendlich wirkende Siert 499 die Körbahn und zeigte sich sichtlich beeindruckt von der aufgeheizten Stimmung im Publikum. Er präsentierte sich deutlich verspannt im Schritt und konnte auch im Trab noch nicht sein volles Potential zur Schau stellen.

Die Jury entschied sich schließlich, Jurre 495 (1.) und Menne 496 (2.) in den Kampioensring zu schicken, es folgten Mees 497 (3.), Rommert 498 (4.) und Siert 499 (5.) auf den Plätzen.

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Jurre 495 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de


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Hengstenkeuring 2017 – Nachlese Vormittagsprogramm (Teil 2)

Rubrik 02 – auf Abstammung gutgekörte Deckhengste ab und mit 13 Jahren

Die mit 17 Hengsten sehr große Rubrik wurde aufgrund der Teilnehmerzahl in zwei Durchgängen gerichtet. Dabei verzichtete die Jury auf eine Reihung der Hengste und gab zum Ende lediglich bekannt, welche 4 Hengste aus der Rubrik in den Kampioensring weiterverwiesen wurden.

Olgert 445
(Ulke 338 x Atse 342)
Olgert 445 zeigte einen passablen Schritt und eine überaus ansprechende, wenn auch etwas hochtaktige Trabaktion mit viel Schub aus der Hinterhand und raumgreifendem Vorderbein.

Michiel 442
(Tsjerk 328 P x Leffert 306 P)
Michiel 442 präsentierte sich im Schritt leider sehr spannig, ließ im Trab aber viel Schub aus der Hinterhand sehen und schien teilweise fast über dem Boden zu schweben.

Maurus 441
(Tsjalke 397 x Krist 358)
Maurus 441 wurde in diesem Jahr erstmalig am Langzügel vorgestellt, was seiner Präsentation sichtlich zu Gute kam. Sein mächtiger Hals beginnt mittlerweile leicht zu kippen, im Schritt zeigte er sich mit guter Aktivität. Im Trab an der Hand wirkte Maurus in den letzten Jahren zunehmend hektisch und fest in der Oberlinie, in diesem Jahr präsentierte er sich am langen Zügel darin hervorragend, mit sehr guter Hinterhandaktion, viel gleichmäßigem Takt und seiner gewohnt explosiven Vorhand.

Maeije 440
(Beart 411 P x Goffert 369)
Der überaus schöne Maeije 440 zeigte sich mit gutem Schritt und aktivem Trab mit sehr schönem Bewegungsausdruck.

Mewes 438
(Teeuwis 389 x Oege 267 P)
Mewes 438 wurde am Langzügel vorgestellt und ließ während seiner Präsentation keine Wünsche offen. In Passage und Piaffe bewies der überaus schöne Hengst sein phänomenales Bewegungstalent und erntete damit frenetischen Jubel vom Publikum. Im Trab zeigte er sich in fantastischer Haltung mit sehr gleichmäßigem Takt und viel Hinterhandgebrauch.

Maurits 437
(Ulbert 490 x Ulke 338)
Maurits 437 ist ein schöner Hengst mit unverwechselbarem Gesicht und adrettem Rassetyp. Im Schritt präsentierte er sich passabel, im Trab ließ er eine gute Hinterhand und viel Mechanik sehen, zeigte aber für meinen Geschmack einen etwas hohen Rhythmus und zu wenig Schwebephase

Jense 432
(Sierk 326 x Leffert 306 P)
Der Sierk 326-Sohn fällt durch sein mächtiges Kaliber auf, präsentierte sich in der Bewegung aber taktunrein.

Loadewyk 431
(Tsjerk 328 P x Jurjen 303)
Der am langen Zügel präsentierte Loadewyk 431 ist ein schöne Hengst mit ansprechendem Rassetyp, zeigte jedoch einen schwachen Schritt mit träger Hinterhand. Auch im Trab konnte er trotz solider Performance keine Begeisterungsstürme hervorrufen.

Jorn 430
(Fabe 348 P x Feitse 293 P)
Der auffallend schöne Fabe 348 P-Sohn präsentierte sich im Schritt sehr spannig, seine hochtaktige Trabarbeit war von Rhythmusproblemen durchsetzt und deutlich auf der Vorhand gelaufen.

Gjalt 426
(Pyt 325 x Lukas 324)
Der 15-jährige Gjalt 426 präsentierte sich mit passablem Schritt und aktivem Trab.

Haitse 425
(Jasper 366 P x Rypke 321)
Der ebenfalls 15-jährige Jasper 366 P-Sohn wurde am langen Zügel präsentiert und zeigte sich mit sehenswerter Mechanik in Piaffe, Passage und Traversalen. Sein hervorragender Schritt war auffallend, im Trab präsentierte er sich mit viel Aktion und etwas träger Hinterhand. Seine Ausstrahlung begeisterte das Publikum und brachte ihm zu Recht viel Jubel ein.

Eibert 419
(Folkert 353 P x Reitse 272 P)
Eibert 419, mittlerweile 16 Jahre alt, begeisterte bereits im Vorjahr durch seine starke Performance am langen Zügel. Auch dieses Jahr wurde ihm frenetisch zugejubelt, als er mit fantastischer Trabaktion durch die Halle schwebte.

Aan 416
(Abe 346 x Jurjen 303)
Aan 416 präsentierte nicht nur sein Talent in Schritt und Trab an den langen Leinen, sondern vollführte auch einen kunstvollen Sprung über einen Blumentopf, der ihm offenbar im Weg war. Der Abe 346-Sohn fiel durch seinen guten Schritt positiv auf und zeigte sich im Trab mit gutem Takt

Beart 411 P
(Jasper 366 P x Feitse 293 P)
Beart 411 P, seines Zeichens der jüngste Preferenthengst in der Geschichte des KFPS, präsentierte sich an den langen Leinen in gewohnt phänomenaler Art und Weise. Er besticht durch sein makelloses Exterieur und mit unglaublicher Ausstrahlung. Dem 17-jährigen Jasper 366 P-Sohn war auch in der Bewegung keine Altersmüdigkeit anzusehen, sein Schritt sucht seinesgleichen und seine Trab-Performance war mühelos und überaus ansprechend.

Tsjalke 397
(Leffert 306 P x Doeke 287)
Tsjalke 397 sind seine 19 Jahre im Exterieur mittlerweile leicht anzusehen, der kalibrige Leffert 306 P-Sohn zeigt sich mit leicht gesunkenem Rücken und einem Kipphals, was ob der unglaublich mächtigen Ausprägung seiner Halsung nicht verwundert. Insgesamt ist seine Abstammung von Leffert 306 P nicht von der Hand zu weisen, er ähnelt seinem Vater in vielen Details.
Tsjalke 397 präsentierte sich im Trab am Langzügel mit sehenswerter Vorhand, in Anbetracht seines Alters fehlt es ihm aber schon etwas an Souplesse.

Jasper 366 P
(Olof 315 x Franke 251)
Angekündigt als ‘The King’, erhob sich das Publikum schon zu Standing Ovations, bevor der kleine Wunderhengst Jasper 366 P überhaupt einen Huf in den Sand des Rings gesetzt hatte. Mit seinen 22 Jahren präsentierte sich das Bewegungswunder an den langen Leinen in einer atemberaubenden Form, von der selbst junge Hengste in manchen Fällen nur träumen können. Im Schritt hervorragend, im Trab unschlagbar, rührte Jasper 366 P den ein oder anderen Friesenfan mit seiner Präsentation wohl zu Tränen. Seine Zuschreibung als König der KFPS-Deckhengste trägt dieses Ausnahmepferd zu Recht – und ebendies bewies er ein weiteres Mal auf der HK 2017.

Abe 346
(Jillis 301 x Hearke 254 P)
Mit 25 Jahren war Abe 346 der letzte anwesende Hengst in der Rubrik 02 und der älteste Teilnehmer an der HK 2017. Der Althengst präsentierte sich am langen Zügel in schöner Kondition.

In althergebrachter Tradition wurde er für sein Lebensalter geehrt, dabei präsentierte ihnn sein Besitzer Tjibbe Bosma höchstselbst und sichtlich gerührt nochmals dem jubelnden Publikum. Auch sein Sohn Aan 416 und sein Enkelsohn Reinder 452 wurden in die Halle geführt, um an der Ehrung des Althengstes teilzunehmen. Mit dem Vater von Abe 346, Jillis 301, standen 4 Generationen von Deckhengsten auf der Deckstation Bosma.

Schließlich gab die Jury bekannt, welche Hengste an der Kampioenskeuring teilnehmen werden – wenig überraschend wurden Jasper 366 P und sein Sohn Beart 411 P dafür ausgewählt, die sich beide hervorragend im Ring präsentiert hatten. Auch Maurits 437 wurde in den Kampioensring weiter gewiesen, sowie der überaus schicke Mewes 438, dem viele diesen Erfolg vergönnt waren.

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Jasper 366 P

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Beart 411 P

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Maurits 437

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Mewes 438 – Alle Fotos: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Nach der Präsentation der 2. Gruppe der zum CO angewiesenen Junghengste startete schließlich die Mittagspause.

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Hengstenkeuring 2017 – Nachlese Vormittagsprogramm

Das war sie nun – die Hengstenkeuring 2017. Drei Tage Spektakel, Information, Show und natürlich KFPS-Friesen, drei Tage Emotionen, Freude und Tränen.

Über die 2. und 3. Besichtigung habe ich bereits hier und hier berichtet, heute möchte ich die eigentliche Hengstenkeuring vom 14.01.2017 nochmals Revue passieren lassen.

Der Vormittag stand traditionell im Zeichen der älteren Hengste, drei Rubriken wurden dabei gerichtet.

Rubrik 03 – auf Abstammung gutgekörte Deckhengste bis und mit 12 Jahren

In dieser Rubrik präsentierten sich 9 Hengste der Jury, darunter einige echte Publikumsmagneten wie der Kampioen 2016 Tsjalle 454.

Stendert 447
(Andries 415 x Piter 312)
Der Andries 415-Sohn machte den Anfang und zeigte sich in gewohnt solider Form mit gutem Schritt und Trab. Im Exterieur fällt er immer wieder mit seiner sehr vertikal gesetzten Halsung auf, die eine Tendenz zum Unterhals zeigt. Stendert 447 war über Jahre hinweg ein echter Liebling der Züchter, verlor in dieser Hinsicht in den letzten Jahren aber massiv an Vertrauen.

Pier 448
(Beart 411 P x Aiso 279)
Der ‘grutte Pier’ entlockte dem Pubilkum schon beim Betreten der Arena Applaus. Der mit 177 cm Stockmaß größte KFPS-Deckhengst ist eine beeindruckende Erscheinung mit langer Halsung und viel Behang, zeigte sich in der Bewegung mit sehr gutem Schritt aber träger Hinterhand im Trab und deutlichen Taktproblemen.

Sake 449
(Doaitsen 420 x Rypke 321)
Sake 449 zeigte sich mit solidem Schritt, ließ im Trab aber einige Taktprobleme erkennen.

Sipke 450
(Teade 392 x Ulke 338)
Der aus interessanten Blutlinien gezogene Hengst besticht durch sein außergewöhnlich schönes Exterieur mit einer kompakten Oberlinie und viel Behang. In der Bewegung ließ er viel Aktion in Schritt und Trab sehen und zeigte im Trab viel Knie.

Reinder 452
(Aan 416 x Sierk 326)
Der einzige Aan 416-Sohn bewies in der Bewegung viel Raumgriff mit gut untertretender Hinterhand und schönem Takt. Durch seine lange Mähne und stolze Haltung ist er immer wieder ein Hingucker.

Tsjalle 454
(Mintse 384 x Brandus 345 P)
Der Kampioen des Jahres 2016 wurde vom Publikum zu Recht frenetisch bejubelt. Er gehört sicherlich zu den schönsten Hengsten des Stammbuchs mit seiner bilderbuchartigen Oberlinie und Halsung, seiner großartigen Haltung und Statur sowie seinem reichen Behang. Im Trab zeigte er sich auch in diesem Jahr mit fantastischer Aktion in Vor- und Hinterhand, wenngleich dabei sein etwas hoher Bewegungsrhythmus ins Auge fällt. Dabei bewies er wiederum unglaublich viel Antritt aus der Hinterhand, die Vorhand schien den Boden kaum zu berühren. Im Schritt zeigte er sich weniger begabt.

Take 455
(Jakob 302 x Oltman 317)
Der gelassene Jakob 302-Sohn überzeugte mit sehr gutem Schritt, einem schönen Exterieur mit viel Behang und einer durchaus ansehnlichen, raumgreifenden Aktion im Trab.

Tymon 456
(Andries 415 x Leffert 206 P)
Tymon 456 ist ein mächtiger Hengst mit auffallend viel Hals und sehr schöner Statur. Er zeigte einen aktiven Schritt mit gutem Einsatz der Hinterhand, im Trab riss er das Publikum mit seiner tollen Front und seinem spektakulären und dabei gleichmäßigen Bewegungsablauf zu Begeisterungsstürmen hin.

Uldrik 457
(Dries 421 x Tsjerk 328 P)
Für mich persönlich einer der schönsten Hengste des Stammbuchs mit seinem auffallend edlen Kopf, viel Behang und einer überaus korrekten Oberlinie mit viel Behang. Im Schritt präsentierte sich Uldrik 457 in den letzten Jahren mit mehr Raumgriff als 2017, im Trab machte er durch eine fantastische Haltung und seinen explosiven Vorhand-Einsatz auf sich aufmerksam.

Die Jury reihte in dieser Rubrik den Altkampioen Tsjalle 454 an die Kopfposition, gefolgt von Tymon 456. Diese beiden Hengste wurden in die Kampioenskeuring weiterverwiesen.
Platz 3 ging an den Beart 411-Sohn Pier 448, ihm folgten auf den Plätzen Stendert 447 (4.), Sipke 450 (5.), Uldrik 457 (6.), Take 455 (7.), Reinder 452 (8.) und Sake 449 (9.).

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Tsjalle 454 (l.) und Tymon 456 (r.) – Fotos: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Rubrik 04 – auf Abstammung gutgekörte Deckhengste aus den Körjahrgängen 2010/11

In der Rubrik 04 präsentieren sich 7 Hengste den Körmeistern, von denen einige erst kürzlich ihre Abstammungskörung abgelegt haben.

Tonjes 459
(Anton 343 x Ulke 338)
Der in den USA gezogene Hengst war 2016 ‘op wacht’ und durfte nach seiner vorläufigen Gutkörung erst dieses Jahr wieder an der HK teilnehmen. Er zeigte einen etwas kurz getretenen, aktiven Schritt und eine gleichmäßige, solide Trabaktion.

Wimer 461
(Hinne 427 x Heinse 354 P)
Der auffallend schöne, kalibrige Wimer 461 wollte bereits bei der Aufstellung vor den Körmeistern beweisen, was in ihm steckt und piaffierte insofern lieber, als ruhig zu stehen. Entsprechend viel Spannung ließ er dann auch im Schritt sehen. Im Trab überraschte der fahlschwarze Hinne 427-Sohn mit überraschend viel Mechanik, sehenswerter Vorhand-Aktion und überaus gleichmäßigem Takt.

Wytse 462
(Arjen 417 x Oege 267 P)
Wytse 462 präsentiert sich als etwas gedrungen wirkender Hengst mit kurzen Linien.
Im Schritt ließ er deutlich viel Anspannung sehen, der Trab war von viel Knieaktion und einer aktiven Hinterhand geprägt, dabei konnte sich der Hengst aber nur wenig über den Boden heben.

Wylster 463
(Rindert 406 x Rypke 321)
Der Tuigkampioen fällt durch seine sehr schöne Halsung auf. In der Bewegung an der Hand zeigte er insgesamt eine etwas träge Hinterhand, insbesondere im Trab fiel sein weggedrückter Rücken mit weit nach hinten hinaustretender HH auf. Seine explosive Vorhand war dafür wieder einmal spektakulär und entlockte dem Publikum bewundernde Jubelschreie.

Thorben 466
(Ielke 382 x Sape 381)
Der im Tuigsport äußerst erfolgreiche Thorben 466 zeigt sich mit ausgesprochen schöner Halsung und langen Linien im Gebäude, lässt aber durch seinen wenig ausgeprägten Behang und die fahlschwarze Farbe etwas Rassetyp vermissen.
Er zeigte einen passablen Schritt, im überaus temporeichen Trab fielen seine aktive Hinterhand und seine raumgreifende Vorhand auf.

Wolfert 467
(Felle 422 x Jakob 302)
Wolfert 467 erweist sich mit seiner schönen Statur und seiner prächtigen Mähne als Hingucker. Er ließ einen passablen Schritt sehen und trabte mit viel Gummi gut ausbalanciert und aktiv, ohne dabei übermäßiges Aufsehen zu erregen.

Alwin 469
(Felle 422 x Tsjerk 328 P)
Als letzter Hengst der Rubrik betrat Alwin 469 die Arena. Der kleine Felle 422-Sohn wurde vom Publikum gebührend empfangen, schickt er sich doch seit einiger Zeit an, zum absoluten Züchter-Liebling aufzusteigen. Er zeigt sich trotz seines geringen Stockmaßes (162 cm) als lang liniert, seine auffallend schöne Oberlinie, die prächtige Mähne und sein hübsches Gesicht zeichnen ein Bild von einem überaus schicken Hengst.
In der Bewegung zeigte sich Alwin 469 als echter Topper – im Schritt viel Aktion, im Trab überaus gleichmäßig mit sehr guter Hinterhand und einer beeindruckenden Front. Seine Präsentation riss das Publikum förmlich von den Stühlen und brachte ihm tosenden Applaus ein.

Der klare Publikumsfavorit Alwin 469 setzte sich schließlich an die Spitze dieser Rubrik, gefolgt von Wimer 461, der sich wirklich hervorragend präsentierte und verdient in die Kampioenskeuring weiterverwiesen wurde. Auf den Plätzen folgten Wylster 463 (3.), Thorben 466 (4.), Wolfert 467 (5.), Tonjes 459 (6.) und Wytse 462 (7.).

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Alwin 469 (l.) und Wimer 461 (r.) – Fotos: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Es folgte die Präsentation der 1. Gruppe der zum CO angewiesenen Junghengste, ehe die Körung ihren weiteren Verlauf mit der Königsklasse nahm, in der sich die Althengste im Ring präsentierten.

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23 Hengste zum CO 2017 angewiesen

23 Hengste wurden in der heutigen 3. Besichtigung zum CO 2017 angewiesen. Besonders für Tsjalle 454 hat sich das Teilnehmerfeld stark verkleinert, von seinen ursprünglich 16 in der 2. Besichtigung gestarteten Söhnen wurden schlussendlich nur 3 zum CO angewiesen. Damit liegt er gleichauf mit Bartele 472, der ebenfalls 3 Söhne in den CO schickt. Norbert 444, Alwin 469 und Epke 474 bringen jeweils 2 Söhne in die Hengstleistungsprüfung.

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Erfreulich finde ich persönlich, dass auch jeweils ein Sohn von Fabe 348 P und Onne 376 es in den CO geschafft haben.

Darüber hinaus wurden zwei Hengste aus der deutschen Zucht zum CO angewiesen – Sake (Sipke 450 x Jasper 366 P) und Tizian fan ASS (Epke 474 x Brandus 345 P)

Eine detaillierte Aufstellung der angewiesenen Hengste findet unter dem Punkt Hengstenkeuring 2017 / Ergebnisse.

35 Hengste in der 3. Besichtigung

Der erste Tag der Hengstenkeuring 2017 ist geschlagen und bringt 35 junge Hengste als Köranwärter in die 3. Besichtigung, die am morgigen Freitag über die Bühne gehen wird.

Mit großem Abstand konnte (wie zu erwarten) Tsjalle 454 die meisten Söhne in die 3. Besichtigung bringen – 8 seiner Hengstnachkommen werden sich morgen der Jury stellen, um ein Ticket für die Hengstleistungsprüfung im Herbst 2017 zu erhalten.

Ihm folgt der junge Epke 474 – er bringt 5 Hengste in die Freitagsrunde. Mit 3 angewiesenen Söhnen folgt der wunderschöne Bartele 472.

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Die Zuchtwertschätzung der angewiesenen Junghengste lässt Großes hoffen – 18 der 35 jungen Hengste liegen in ihrem Totalscore über 105 und damit im sehr hohen Bereich.

Hinsichtlich der Zuchtwerte für Rassetyp sticht Tys H. (Uldrik 457 x Fridse 423) überdeutlich aus dem Feld – ihm werden 113 Punkte (!!!) prognostiziert.
113 Punkte für das Gebäude werden dem Alwin 469-Sohn Timo van de Zunne (x Loadewyk 431) vorausgesagt.
Der Bartele 472 x Doaitsen 420 gezogene Tjibbe fan de Groenesteegh steht in der Rangliste für das Fundament mit 109 geschätzten Zuchtwert-Punkten auf dem ersten Platz.
Mit 108 Punkten teilen sich sich Twan van Plexat (Sake 449 x Beart 411 P) und Tukker vd Shamrock (Beart 411 Px Ulbert 390) die Kopfposition im Segment Schritt.
Bei den geschätzten Zuchtwerten für Trab dominieren die Tsjalle 454-Söhne überdeutlich das Feld. Enorm hohe 113 Punkte erreichen hier Tsjarp van de Terp (Tsjalle 454 x Dries 421) und Tjabe van de Demro Stables (Tsjalle 454 x Teunis 332 P).

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Tsjalle 454 – Kampioen der HK 2016 und absoluter Toplieferant für die 3. Besichtigung 2017 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Eine genaue Aufstellung der in die 3. Besichtigung verwiesenen Hengste findet ihr im Bereich Hengstenkeuring 2017 / Ergebnisse.

Beurteilungsrapport Jouwe 485

Hengst: Jester V. fan de Miedwei
Datum des Rapports: 22.11.2014

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Exterieur

Rassetyp
Jester ist ein ausreichend rassetypischer Hengst, der einen Kopf mit gut ausreichendem Ausdruck besitzt. Die Halsung zeigt ausreichend Länge und könnte etwas besser vertikal platziert sein, der Kopf-Hals-Übergang ist etwas schwer. Der Hengst verfügt über ausreichend viel Behang und ist schwarz gefärbt.

Gebäude
Jester ist ein sehr großer Hengst der porportional trotzem gut gebaut ist. Er zeigt eine korrekte Oberlinie, die Kruppe ist lang und in gewünschter Lage gebaut (leicht abgeschlagen). Die Vorhand ist gut ausreichend lang, der Hengst sollte trotzdem etwas stärker aufwärts gebaut sein.

Fundament
Die Hinterhand ist ein klein wenig säbelbeinig, das Fundament zeigt gut ausreichende Qualität. In der Vorhand steht der Hengst etwas zehenweit, er verfügt über exzellent geformte Hufe.

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Jouwe 485 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Jester V. fan de Miedwei strömte über die außertourliche Anlieferung am 30.09.2014 in das CO-Teilnehmerfeld ein. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits gut beritten und eingefahren.
Jester zeigt viel Aktivität, hatte aber vor allem am Beginn der Leistungsprüfung einige Mühe mit der Geschmeidigkeit. Dadurch tendierte er zu Unruhe in der Anlehnung und im Bewegungsablauf. Im Laufe der Leistungsprüfung verbesserte sich dies und der Hengst fiel vor allem in den Fahrdisziplinen durch seine Aktivität und seinen Bewegungsimpuls positiv auf. Er zeigt viel Reaktion auf die Hilfen und gibt seinen Trainern ein gutes bis sehr gutes Gefühl.

Schritt
Der Schritt ist gut ausreichend raumgreifend , aktiv und taktsauber.

Trab
Im Trab fällt der gute Hinterhandgebrauch ins Auge. Die Hinterhand ist kräftig und tritt gut unter den Körper. Er hat viel Vermögen sich im Rahmen zu erweitern, sollte aber noch etwas stärker aufwärts laufen.

Galopp
Der Galopp zeigt ausreichend viel Sprung, es fehlt dem Hengst dabei aber noch etwas an Aufwärtstendenz.

Veranlagung als Reitpferd
Jester verfügt über drei gut ausreichende Grundgangarten, dabei fällt die kräftige Hinterhand positiv auf. Er zeigt gut ausreichende Geschmeidigkeit und Balance, sollte sich aber mit etwas mehr Aufwärtstendenz bewegend. Er zeigt viel Vermögen in der Rahmenerweiterung.

Veranlagung als Fahrpferd
Jester fällt angespannt vor allem durch seinen herausragenden Gebrauch von Vor- und Hinterhand auf.  Die Hinterhand wird kraftvoll und gut unter den Körper gesetzt, der Hengst zeigt dabei eine gute Schwebephase. Die Vorhand wird in einer schönen Bewegungsform raumgreifend nach vorne gesetzt. Der Hengst sollte noch etwas mehr Haltung zeigen, hat sich darin im Verlauf der Leistungsprüfung aber positiv entwickelt.

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Beurteilung Leistungsprüfung
Jester hat in allen drei Disziplinen gute Examen sehen lassen. Er hat sich im Laufe der Leistungsprüfung sehr positiv entwickelt und vor allem als Fahrpferd viel Talent offenbart.

Endbeurteilung

Jester V. fan de Miedwei ist ein Hengst mit gut ausreichendem Exterieur und einer guten Abstammung. Er hat eine tolle Leistungsprüfung abgelegt und wird auf Basis dessen in das Stammbuchregister mit dem Namen JOUWE 485 eingeschrieben.

Mutterrapport

Die Mutter von Jouwe 485 ist die 9-jährige Kroonstute Ryanne V., der unlängst das Sportprädikat aufgrund ihrer Erfolge im Dressurfahrsport zuerkannt wurde.
Diese Tochter von Folkert 353 P ist eine rassetypische Stute mit einer schönen Halsung. Sie ist korrekt gebaut und zeigt eine gute Aufwärtstendenz im Rumpf. Die Oberlinie ist korrekt, die Kruppe zeigt ausreichende Länge, ist dabei aber überdurchschnittlich abgeschlagen. Die Hinterhand ist korrekt gestellt, das Vorderbein steht leicht zehenweit. Das Fundament ist trocken und hart. Der Schritt sollte etwas mehr Raumgewinn aufweisen, ist aber aktiv. In Trab zeigt die Stute eine gute Hinterhand, viel Raumgriff und eine gute Aufwärtstendenz.
Von Ryanne V. sind 4 Nachkommen registriert. Neben Jouwe 485 sind das ein weiterer Hengst, der nicht mit dem Sterpädikat ausgezeichnet wurde, sowie ein noch nicht gekörter Enterhengst.
Die einzige Tochter (v. Haitse 425) von Ryanne V. wurde mit einer 1. Prämie Ster erklärt.
Großmutter Wike V. ist eine 1. Prämie-Sterstute von Leffert 306 P, die einen ABFP-Test mit 71 Punkten sowie eine IBOP mit 70,5 Punkten absolviert hat. Von dieser nun 15-jährigen Stute sind mittlerweile drei Nachkommen Ster.
Die Urgroßmutter von Jouwe 485 ist eine Stammbuchtochter des preferenten Oege 267, von der 9 Sternachkommen registriert sind. Die vierte Stute in der Mutterlinie trägt das Sterprädikat, wohingegen die nachfolgende eine 1971 geborene Hilfsbuch-Stute ist.

Gebrauchsempfehlung

Jouwe 485 kann, angesichts seines Formats, maßerhöhend vererben. Darüber hinaus kann er korrigierend auf das Gebäude wirken. Idealerweise soll er eingesetzt werden mit Stuten, die ausreichend Front mitbringen. Er sollte nicht für abwärts gebaute Stuten gewählt werden. Der stärkste Punkt in seinem Vererbungsbild betrifft den Hinterhandgebrauch. In dieser Hinsicht sollte er für viele Stuten eine gute Wahl darstellen. Beim Einsatz von Jouwe 485 muss dem Umstand Rechnung getragen werden, dass er Träger des Zwergwuchs-Faktors ist.

Beurteilungsrapport Jehannes 484

Hengst: Johannes F. van Dedgum
Datum des Rapports: 22.11.2014

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Exterieur

Rassetyp
Johannes ist ein hochelegant rassetypischer Hengst. Der Kopf zeigt ausreichend Ausdruck, er hat eine lange, schön geformte Halsung, die vertikal platziert ist.Er verfügt über viel Behang und ist tiefschwarz.

Gebäude
Johannes ist ein harmonisch und gut ausreichend aufwärts gebauter Hengst, der eine korrekte Oberlinie aufweist. Die Kruppe ist gut ausreichend lang und zeigt eine erwünschte (leicht abgeschlagene) Lage. Die Schulter ist korrekt gewinkelt.

Fundament
Die Hinterhand zeigt einen korrekten Stand, die Vorhand steht leicht zeheneng. Das Fundament zeigt gut ausreichende Qualität, die Hufe sind korrekt geformt.

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Jehannes 484 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Leistungsprüfung

Trainingsrapport
Johannes F. van Dedgum war bei Anlieferung bereits gut geritten und gefahren. Er fällt durch seine schöne Haltung und seine gute Rittigkeit auf. Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg blieb der Hengst etwas angespannt in der Oberlinie und ließ wenig Dehnungsvermögen im Körper sehen, wodurch er in der Bewegung nur wenig Schwebephase entwickelt. In allen Disziplinen besticht er durch seine gute Balance und Arbeitsbereitschaft. Er gibt seinen Trainern damit ein gutes bis sehr gutes Gefühl.

Schritt
Der Schritt ist ausreichend raumgreifend und taktrein, der Hengst zeigt dabei ein aktives Hinterbein.

Trab
Der Trab ist ausreichend raumgreifend, die Hinterhand tritt mit viel Aktivität gut unter den Körper.

Galopp
Der Galopp wird gut ausreichend und aus einer aktiven Hinterhand gesprungen und weist einen guten Rhythmus auf. Allerdings sollte sich der Hengst im Galopp etwas geschmeidiger bewegen.

Veranlagung als Reitpferd
Johannes verfügt über drei gut ausreichende bis gute Grundgangarten, wobei vor allem der gute Hinterhandgebrauch ins Auge fällt. Durch seine schöne Haltung zeigt er ein schönes Bewegungsbild und verfügt über eine gute Balance. Er sollte noch etwas mehr Geschmeidigkeit und Rückengebrauch sehen lassen. Er lässt sich problemlos im Tempo variieren (vor allem zurückregeln), dabei bleibt er in den Übergängen auf seiner gut tragenden Hinterhand.

Veranlagung als Fahrpferd
Johannes fällt in der Anspannung vor allem durch seine schöne Front und Haltung auf. Dabei verfügt er über ein aktives Hinterbein, welches gut untertritt. Er sollte eine etwas längere Schwebephase zeigen, die Vorhand wird mit viel Aktion gut ausreichend nach vorne gesetzt.

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Beurteilung Leistungsprüfung
Johannes ließ in allen drei Disziplinen gute Examen sehen und hat im Laufe der Leistungsprüfung laufend Fortschritte gezeigt.

Endbeurteilung

Johannes F. van Dedgum ist ein Hengst mit guter Abstammung und gutem Exterieur. In der Leistungsprüfung hat er in allen drei Disziplinen sehr viel Talent bewiesen. Er wird auf Basis dieser Erkenntnisse in das Stammbuch unter dem Namen JEHANNES 484 eingeschrieben.

Mutterrapport

Die Mutter von Jehannes 484, Femke van Dedgum ist im Jahr 2012 19-jährig verstorben und konnte deshalb nicht besichtigt werden. Diese Stertochter von Oepke 266 erhielt zwei mal eine 2. Prämie. Von ihr sind 14 Nachkommen registriert, davon 8 Töchter. Eine dieser Töchter wurde noch nicht gekört (eine zweijährige Vollschwester von Jehannes 484), zwei der Stuten tragen das Kroon-Prädikat (eine zusätzlich Sport), 4 weitere wurden mit Ster ausgezeichnet, darunter die bekannte, 9 mal mit einer 1. Prämie ausgezeichnete Minke van Dedgum (v. Monte 378). Eine Stute wurde ohne Prädikat in das Stammbuch eingetragen. Von den 6 Söhnen von Femke van Dedgum wurden nur 2 im Erwachsenenalter auf Körungen vorgestellt. Neben Jehannes 484 handelt es sich dabei um einen Wallach, der das Sterprädikat erhielt.
Die Großmutter von Jehannes 484 ist ebenfalls sterpreferent. Von dieser Fokke 217-Tochter erhielten 4 Töchter das Sterprädikat, zwei davon sind mittlerweile ebenfalls preferent. Mutter und Großmutter sind tolle, sehr gut züchtende Stuten, die weiteren Generationen der Mutterlinie sind aber nicht derart prädikatreich.

Gebrauchsempfehlung

Jehannes 484 ist ein Hengst, der verbessernd auf den Rassetyp wirken kann und einen positiven Einfluss auf ein korrektes Gebäude (Harmonie) mitbringt. Bzgl. der Bewegung kann ein positiver Einfluss auf den Hinterhandgebrauch erwartet werden, insbesondere soll er Stuten ausgleichen, die ein etwas träges Hinterbein zeigen.
Beim Einsatz von Jehannes 484 ist zu beachten, dass er Träger des Zwergwuchs-Faktors ist.

Beurteilungsrapport Tjaarda 483

Hengst: Tjardo V.
Datum des Rapports: 21.02.2014

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Exterieur

Rassetyp
Tjardo V. ist ein ausreichend rassetypischer Hengst mit viel Behang und jettschwarzer Färbung. Er verfügt über einen edlen Kopf, die Halsung steht ausreichend vertikal, könnte aber etwas länger sein.

Gebäude
Tjardo V. ist korrekt gebaut, er wirkt sehr jugendlich. Er sollte etwas längere Linien aufweisen, die Schulter ist etwas steil gewinkelt. Er ist schön aufwärts gebaut und hat eine lange Vorhand. Die Kruppe ist lang und bzgl. Lage korrekt.

Fundament
Die Vorhand steht leicht zehenweit, die Hinterhand steht korrekt und zeigt viel Qualität. Für das Fundament existieren keine veterinärmedizinischen Bemerkungen.

Schritt
Der Schritt ist gut ausreichend raumgreifend, kraftvoll und zeigt viel Aktivität.

Trab
Im Trab zeigt sich das Pferd ausreichend getragen, sollte aber mehr Vorhandgebrauch sehen lassen.

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Tjaarda 483 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Leistungsprüfung

Der Hengst wurde aufgrund folgender Punkte zur verkürzten HLP angewiesen:

  • seiner Erfolge im Dressurfahrsport. Daneben hat sich der Hengst mehr als ausreichend gut im Tuigsport bewiesen und auch ausreichende Ergebnisse im Dressurreiten gezeigt.
  • seiner Exterieurbeurteilung vom 13.12.2013
  • seiner veterinärmedizischen Gutkörung bzgl. Spermaqualität und Röntgenuntersuchung

Der Hengst wurde (an der Hand) während der Hengstenkeuring am 11.01.2014 präsentiert.

Charakterbeurteilung
Die Charakterbeurteilung fand zwischen 10.02 und 21.02.2014 in Drachten statt.

Stallverhalten
Tjardo V. ist ein freundlicher und verlässlicher Hengst. Aufgestallt erweist er sich als angenehmes, ruhiges und entspanntes Pferd.

Einstellung im Gebrauch
Tjardo V. zeigt eine feine Gebrauchseinstellung, das Pferd lässt sich problemlos arbeiten, verfügt über ausreichend Vorwärtsdrang und arbeitet in schöner Anlehnung.

Beurteilung durch den Gastreiter/Gastfahrer
Der Schritt ist ausreichend taktrein und kräftig. Der Trab ist etwas kurz, jedoch ausreichend taktsicher, dem Pferd fehlt es aber etwas an Souplesse. Das Vorderbein sollte dabei raumgreifender agieren.
Im Galopp zeigt der Hengst ausreichend viel Sprung, Takt und Aufwärtstendenz. Die Übergänge sind ausreichend gut, vor allem im Galopp fällt die harmonische Rahmenerweiterung auf und die Fähigkeit des Pferdes, Tempoänderungen umzusetzen.
Der Hengst verfügt über viel Selbsthaltung und eine gute Anlage für Getragenheit in allen drei Grundgangarten. Dabei muss angemerkt werden, dass die Geschmeidigkeit (Körpergebrauch und Verlängerung durch den Körper) mäßig ausgeprägt ist. Anlehnung, Nachgiebigkeit und Geraderichtung sind gut. Der Hengst verfügt über gutes Übergangsvermögen und arbeitet eifrig.

Endbeurteilung

Der Hengst Tjardo V. hat sich für die Teilnahme am VO qualifiziert durch seine herausragenden Resultate im Dressurfahrsport. Er verfügt darüber hinaus über eine relativ unverwandte Abstammung und zeigt ein gutes Exterieur. Die Charakterbeurteilung verlief positiv, Tjardo V. wird daher in das Stammbuchregister unter dem Namen TJAARDA 483 eingeschrieben

Mutterrapport

Die Mutter von Tjaarda 483 ist die Lolke 371-Tochter Daisy W., die 2013 im Alter von 12 Jahren verstorben ist und daher nicht inspiziert werden konnte. Daisy W. wurde als 3-jährige in das Stammbuch aufgenommen, 4-jährig wurde sie zur Graderhöhung vorgestellt und erhielt das Sterprädikat. Von Daisy W. sind acht Nachkommen registriert, neben Tjaarda 483 wurden zwei weitere Nachkommen Ster (ein Hengst und eine Stute). Zwei Nachkommen wurden im Erwachsenenalter nicht vorgestellt, daneben existieren noch 3 junge Pferde, die aufgrund ihres Alters noch nicht gekört wurden.

Gebrauchsempfehlung

Tjardo V. ist für Stuten passend, die ausreichend im Rechtsecksmodell stehen und ausreichend gute Gänge zeigen. Er kann den Galopp, die Rittigkeit und den Charakter verbessern.

Rapport Abstammungskörung Thorben 466

Dezember 2015

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Allgemein

Thorben 466 wurde im Frühjahr 2011 als 5-jähriger Hengst gutgekört auf Basis seiner guten und relativ unverwandten Abstammung, seines ausreichend guten Exterieurs und seiner guten Resultate im CO. Aus seiner ersten Decksaison wurden 51 Fohlen registriert aus einem mittleren Anteil qualitativ guter Mütter (79% minimal Ster). Thorben 466 hat 2015 seine Abstammungskörung auf Basis zweier Jahrgänge mindestens 3-jähriger Pferde abgeschlossen.

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Thorben 466 – Foto: Markus Neuroth / friesenwiki.de

Exterieur

Allgemein
Die Nachkommen von Thorben 466 präsentieren sich als homogene Gruppe normal entwickelter, jugendlicher und rassetypischer Pferde, die korrekte Gebäude vorweisen. Die Pferde fallen besonders durch ihren sehr guten Schritt ins Auge, der Trab erweist sich als raumgreifend und kraftvoll.

Rassetyp
Die Nachkommen von Thorben 466 beweisen durch ihre schönen Köpfe und vertikal gestellten, etwas kurzen Halsungen ausreichend schönen Rassetyp, verfügen jedoch im Allgemeinen über wenig Behang. Sie sind tiefschwarz gefärbt.

Gebäude
Die Nachkommen von Thorben 466 sind normal entwickelte, harmonisch gebaute Pferde, die auffallend jugendlich wirken. Die Schultern sind gut gewinkelt und die Pferde weisen ein ausreichend langes Vorderbein auf. Sie sind ausreichend aufwärts gebaut und zeigen korrekte Oberlinien, wobei einige Nachkommen darin etwas stärkere Übergänge in die Lenden zeigen könnten. Die Kruppen sind ausreichend lang, teilweise aber etwas abgeschlagener als erwünscht.

Schritt
Der Schritt istz raumgreifend, taktsicher und ausdrucksstark.

Trab
Der Trab ist raumgreifend und kraftvoll, dabei zeigen die Pferde gut ausreichende Balance und Geschmeidigkeit.

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Sportveranlagung

Trainingsrapport und Charakter
Die Nachkommen von Thorben 466 erweisen sich im Umgang als angenehm. Im Gebrauch sind die Pferde ausreichend verlässlich, einige zeigen sich etwas schnell gespannt und abgelenkt. Sie lassen sich ausreichend arbeiten.

Schritt
Der Schritt ist taktrein, ausreichend aktiv und beweist ausreichenden bis gut ausreichenden Raumgriff. Bei manchen Nachkommen zeigt sich der Schritt etwas eilig.

Trab
Im Trab zeigen die Pferde ein gut ausreichend aktives Hinterbein. Sie bewegen sich aber in einem zu hohen Rhythmus und haben Probleme damit, ihre Schritte zu verlängern.

Galopp
Der Galopp wird aus einem ausreichend aktiven Hinterbein gesprungen, der Bewegungsrhythmus erweist sich dabei oft als am oberen Limit gelegen.Den Pferden fehlt es im Galopp an Balance und Geschmeidigkeit.

Veranlagung als Reitpferd
Die Nachkommen von Thorben 466 sind unter dem Sattel fleißig und gebrauchen ihre Hinterhand aktiv. Sie zeigen jedoch ein homogenes Bild zu hoher Bewegungsrhythmen und verfügen über wenig Souplesse, wenig Getragenheit und vor allem wenig Vermögen, ihren Rahmen zu erweitern.

Veranlagung als Fahrpferd
Die Nachkommen von Thorben 466 haben durch ihren hohen Bewegungsrhythmus ein wenig tragendes Hinterbein und zeigen dadurch auch wenig Haltung. Sie verfügen über ausreichend Vorwärtsdrang, es fehlt ihnen aber an Geschmeidigkeit und dem Vermögen, sich im Rahmen zu verlängern.

Endbeurteilung

Thorben 466 hat sehr positive Exterieur-Zuchtwerte, im Gebrauch zeigt sich die Qualität der Grundgangarten aber bedeutend schwächer als an der Hand, wodurch das Vererbungsbild bzgl. Sportveranlagung zu wünschen übrig lässt. Auf Basis seines allgemeinen Vererbungsbildes bleibt Thorben 466 in der Zucht gehandhabt.