Fohlenstatistik der letzten Jahre

Nach der Körsaison ist vor der Körsaison – in nicht all zu ferner Zukunft starten bereits wieder die ersten Körveranstaltungen des KFPS, während im Moment laufend neue Friesenfohlen das Licht der Welt erblicken. Schon in wenigen Monaten werden viele von ihnen ihre erste Bewertung auf einer Zuchtschau erhalten und vielleicht mit einer orangenen Schleife in eine steile Karriere als Zucht- oder Sportpferd starten.

Eine gute Gelegenheit, um sich anzusehen, welche der in den letzten Jahren gekörten KFPS-Deckhengste als Väter brillieren konnten und die meisten und nach Prämien besten Fohlen lieferten.

Ich habe dazu den aktuellen Stand der KFPS-Datenbank abgefragt und die dort ausgewiesenen Zahlen für die Hengste ab dem Körjahrgang 2008 in eine Grafik verpackt.

gekorte-fohlen-stand-01-2017

Natürlich fällt beim Betrachten dieser Daten sofort ins Auge, dass die Anzahl der gesamten gekörten Fohlen eines Vaters nur schwach mit der Dauer seiner Deckkarriere korreliert. Hengste wie Maurits 437, Norbert 444, Tsjalle 454 und Epke 474 dominieren nicht nur die Schlagzeilen – ihre Popularität spiegelt sich auch in den Deckstatistiken und damit den Fohlenzahlen auf den Körungen wider.
Abhängig von verschiedenen Faktoren wie Standort, Höhe der Decktaxe oder auch einfach der individuellen Popularität bleiben manche Hengste im Umkehrschluss auch deutlich in den Zahlen zurück – durchaus ansprechende Vererber wie Meinse 439 oder Tjalf 443 erhalten alleine durch ihren Standort (Meinse steht in den USA, Tjalf in Südafrika) weniger Chancen.

Es verwundert also nicht, dass sich die Spitze dieser Auswertung wie ein “Who is who” der Friesenzucht der letzten Jahre liest.

Um auch die Qualität der gekörten Fohlen etwas näher unter die Lupe zu nehmen, habe ich in der folgenden Grafik eine prozentuale Aufstellung der Nachkommen der Hengste vorgenommen, die seit ihrer Körung 2008 mehr als 200 Fohlen an die Körungen gebracht haben (200 deshalb, um ein statistisch aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten).

gekorte-fohlen-stand-01-2017-prozentual

Im prozentualen Bereich zeigen sich doch signifikante Unterschiede.

Nicht unüberraschend liegt Reinder 452 mit 83,2% 1. & 2. Fohlenprämien an der Spitze dieser Auswertung, gefolgt von Thorben 466 mit 82,0%. Ebenfalls viele qualitativ gut bewertete Nachkommen bringen Epke 474 ( 81,6%) und Tsjalle 454 (80,6%).

Betrachtet man alleine den prozentualen Anteil 1. Prämie-Fohlen, liegt Norbert 444 mit 25,1% in Führung. Sein Ergebnis ist zusätzlich besonders aussagekräftig, da er auch in absoluten Zahlen ganz klar die Auswertung anführt.
Mit 24,8% folgt ihm Tsjalle 454 knapp auf den Fersen – auch von ihm scheinen sehr viele gekörte Fohlen in der Statistik auf.
23,6% 1. Prämie-Fohlen konnte Reinder 452 bislang verbuchen, er liegt damit auf dem 3. Platz, gefolgt von Pier 448 mit 21,0%.

Nicht vergessen darf man bei der Bewertung dieser Auswertungen aber, dass die Vergabe einer Fohlenprämie zu einem Teil auch immer eine Momentaufnahme des Entwicklungsstandes ist. Nicht jedes Fohlen mit einer 1. Prämie kann diesen Erfolg auch im Erwachsenenalter wiederholen und aus so manchem “hässlichen Entlein” entwickelte sich schon ein schöner Schwan.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s